[Abgeschlossen] Richelle Mead – Vampire Academy (06): Schicksalsbande


Inhalt in drei Sätzen (Achtung! Enthält Spoiler für sämtliche vorangegangenen Teile!):

Nachdem Rose – unschuldig – wegen Mordes an Königin Tatiana verhaftet wurde, setzen ihre Freunde, allen voran Lissa, sämtliche Hebel in Bewegung, um ihre Unschuld zu beweisen und gleichzeitig den wahren Mörder zu finden. Sie verhelfen Rose zu einem Ausbruch aus dem Gefängnis am königlichen Hof und sie macht sich gemeinsam mit Dimitri und der Alchemistin Sydney auf die Flucht, um Lissas Stiefbruder oder -schwester zu finden – der oder die ihr das Stimmrecht im königlichen Moroi-Rat gewähren würde und dadurch endlich für die so lang ersehnten Änderungen sorgen könnte. Während Rose also unterwegs ist, unterbreitet ihr ausgerechnet ihr Erzfeind Victor Dashkov einen Vorschlag, der alles noch mehr verändern könnte: Lissa soll als Königin kandidieren…

Meine Meinung:

Hach jaa… ^^ ich bin ziemlich traurig ehrlich gesagt, dass die Vampire Academy-Reihe mit diesem sechsten Teil nun vorbei ist. Zwar hab ich den ersten Teil der Spin Off-Serie Bloodlines hier, aber ich werde insbesondere Rose schmerzlich vermissen…
Zuerst kurz zum Schreibstil und der Handlung: ich glaube, ich könnte schwören, dass ich noch niemals eine Buchreihe gelesen hab, die durchgängig mit jedem Buch besser und besser und besser geworden ist!!! Der erste Teil war okay, ich mochte Rose schon damals, weil sie einfach total witzig und sarkastisch ist, aber dazu später. So um den dritten herum war es schon besser und ab dem vierten Band ging das ganze steil nach oben und ich hab die Bücher verschlungen.
Der Schreibstil ist unglaublich witzig und sarkastisch – ich liebe ja sowas 🙂 die Geschichte wird aus Roses Sicht erzählt und sie ist einfach so ein toller Charakter!! *__* Zwar macht sie manchmal auch Aktionen, die ich nicht ganz nachvollziehen kann, aber das kann sie meistens dann auch nicht, was sie einfach enorm sympathisch macht. Müsste ich eine Liste mit meinen allerliebsten Protagonisten in Büchern erstellen, ich weiß nicht, ob es jemanden gäbe, der Rose schlagen könnte. Vielleicht Hermine. Vielleicht.
Denn eigentlich bin ich gar kein so großer Fan von solchen Kick Ass-Protas, aber Rose ist einfach so authentisch und es passt perfekt in die Geschichte und haaaach ^^ ich liebe sie einfach. Auch Lissa ist mir ans Herz gewachsen, obwohl sie mir gegen Ende, als sie sich dann um den Posten der Königin bewirbt, ein bisschen abhanden gekommen ist, aber was weiß ich auch schon vom Königsein? xD
Ausnahmsweise fand ich auch die Romantik im Buch total schön 🙂 Rose und Dimitri hach ^^ zwar bin ich einfach kein Fan von russischen Namen oder Typen – ich weiß auch nicht, das ist auf keinen Fall böse gemeint, aber ich glaube, ich könnte diesen Akzent nicht ernst nehmen xD – aber sie passen einfach so hervooooorragend zusammen und haaaaaaach, hab ich das schon gesagt? ^_^

Ich bin wie gesagt echt traurig, dass die Reihe zu Ende ist, besonders weil dieser letzte Band nochmal alles rausgeholt hat aus der Story, was ging und das in positiver Art und Weise. Mit Vampire Academy bekommt man eine ganz andere Vampirgeschichte, als man es vielleicht erwartet, nicht im Entferntesten vergleichbar mit Twilight & Co. Wenn ihr die Reihe noch nicht gelesen habt, TUT ES!!! Besonders, weil in drei Wochen der Film (DER FILM!!!!!) rauskommt 🙂 auf den freu ich mich auch schon ganz besonders… auch wenns im Trailer irgendwie gefühlt nur um Sex ging… ähem ja. Ich bin sehr gespannt drauf und bete einfach nur, dass sie die Story nicht vermurkst haben und alle Charaktere so sind, wie ich sie mir annähernd vorgestellt habe 😉

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[Abgeschlossen] Jill Mansell – Mein zukünftiger Ex


Inhalt in drei Sätzen:

Mit siebzehn sind Lola und Doug schwer verliebt, doch dann zieht Doug zum Studium nach Edinburgh. Lola will mit ihm gehen, doch dann macht Dougs biestige Mutter, die Lola für zu schlecht für ihren Sohn hält, ihr ein Angebot: zehntausend Pfund, wenn sie Doug ein für alle Mal in Ruhe lässt – und Lola braucht dieses Geld, denn ihr Stiefvater hat sich unabsichtlich mit Kriminellen eingelassen und fürchtet um sein Leben, weswegen sie schweren Herzens auf den Deal eingeht und schwört, Doug nie wieder zu sehen. Zehn Jahre später soll sich alles ändern, nämlich als Lola eine Frau vor einem Raubüberfall rettet, die sich als Dougs Mutter entpuppt, wodurch sowohl Doug als auch seine Schwester Sally (wieder) in Lolas Leben treten und für allerlei Komplikationen sorgen…

Meine Meinung:

Ich hatte echt mal wieder Lust auf so totale Chicklit-Bücher, weswegen ich dieses hier gelesen habe. Es hat mir allgemein ziemlich gut gefallen. Der Schreibstil ließ sich wie bei allen Büchern von Jill Mansell außerordentlich gut lesen und es war witzig und unterhaltsam. Hab ich schon erwähnt, wie GEIL die Jill Mansell-Cover aussehen? Meine Fresse, ich find die so unglaublich toll ^^ ich hab ja ohnehin ein Faible für Typografie und Gestaltung entwickelt, aber das sieht einfach nur wunderschön aus 🙂
Zur Handlung: ich fand die Geschichte an sich recht schlüssig und spannend. Auch die Charaktere mochte ich beinahe alle – nur Lola ging mir oft tierisch auf die Nerven! Zum einen, weil sie ein Mädchen ist, wie es im Buche steht. Nur shoppen im Sinn und kichern und sich total dämlich verhalten (und sehr unrealistisch!!!), wenn es um Männer geht. Arrgh, manchmal hätte ich ihr am liebsten den Kopf geschüttelt und gesagt, „werd mal wieder klar!“ 😀

An sich wars das schon, das Buch hat mir gut gefallen und wer auf top geschriebene, witzige Chick Lit steht, sollte sich dieses Buch sowie alle Bücher von Jill Mansell eigentlich dringend mal vornehmen! 😉

[Abgeschlossen] Jeyn Roberts – Dark Inside


Inhalt in drei Sätzen:

Auf der Erde geschieht Schreckliches: ein furchtbares Erdbeben löst weiterführende Katastrophen aus, nämlich indem sich plötzlich die überwiegende Mehrheit der Menschen in zombieartigem Zustand befindet und die Menschen, die aus unerfindlichen Gründen nicht davon befallen sind, grausam töten. Auch Clementine, Mason, Aries und Michael gehören zur letzteren Gruppe, nachdem sie einem Amoklauf, dem Erdbeben und schreckliche Morden entkommen sind. Sie schließen sich zusammen, denn nur gemeinsam kann man in diesem Krieg überleben, doch ist die Gemeinschaft sicherer als das Alleinsein?

Meine Meinung:

SO lange wollte ich dieses Buch schon lesen, und nie hab ich es irgendwo bekommen xD endlich hab ich es gelesen und es hat mir jaaa, ganz in Ordnung gefallen. Ich finds ein bisschen schade, dass ich dem Buch keine höhere Bewertung geben kann, aber dazu komm ich gleich.
Der Schreibstil lässt sich enorm flüssig lesen und ist sehr spannend. Besonders am Anfang, wenn die geschilderten Bluttaten passieren, in die die vier hineinschlittern und nur durch schieres Glück entkommen, musste ich unbedingt weiterlesen! Leider fand ich die Teile, die danach kommen, nicht mehr soooo spannend wie den Anfang. Der flüssige Stil zieht sich zwar durch die ganze Geschichte – aber eigentlich hatte ich vom Klappentext etwas anderes erwartet. Die Menschen in Dark Inside sind zwar äußerlich nach wie vor Menschen und nicht untot oder sowas, aber sie verhalten sich exakt so, als sie die Zombie-Apokalypse ausgebrochen und damit hatte ich nicht gerechnet, sondern eher mit einer Dystopie. Auch nachdem die Jugendlichen endlich geflohen sind, passiert eine ganze Weile nichts, was die Handlung auch nur annähernd voranbringt. Zwar ist jeder von ihnen auf seine Weise auf der Flucht vor den „Hetzern“, wie die Zombiemenschen genannt werden, aber es passieren nur kleinere Szenen, die für mich fast wie Lückenfüller gewirkt haben. Erst ganz am Ende tut sich dann wieder was Interessantes, das die Gruppe zusammenführt und das hätte ich mir viel früher gewünscht. Das passiert wirklich erst kurz vor den letzten Seiten. Zwar wird es nochmal ganz schön dramatisch, aber es konnte mich leider lange nicht so packen wie am Anfang.
Die Charaktere sind ganz okay, es gab keinen, wo ich jetzt dachte BOOAH, bist du blöd, aber ich hab auch keinen davon richtig ins Herz geschlossen, was ich bei einem Buch gerne habe.

Alles in allem war Dark Inside interessant und durchaus spannend und vor allem richtig gut zu lesen. Ich bin jetzt nicht gerade begeistert, bereue aber auch nicht, dass ich es gelesen hab. Auch die Fortsetzung der Dilogie werd ich auf jeden Fall lesen 😉

[Abgeschlossen] Ernest Cline – Ready Player One


Inhalt in drei Sätzen:

Um das Jahr 2050 herum hat sich die Welt drastisch geändert, die Armut ist fortgeschritten – fast das ganze Leben der Menschen findet in der OASIS statt, eine art virtuelle Realität nach Vorbild des MMO, in der man alles werden und alles sein kann. Auch der 18-jährige Wade, der in einer Wohnwagensiedlung lebt und der klassische Nerd ist, verbringt seinen Tag fast komplett in der OASIS, geht dort zur Schule und lebt sein Leben durch seinen Avatar Parcival. Doch dann stirbt James Halliday, der großartige Erfinder der OASIS und verfügt in seinem Testament folgendes: derjenige, der als allererster das geheime Easter Egg in der OASIS entdeckt, wird sein ganzes Vermögen von mehreren Milliarden erben – nicht nur Wade und andere „Jäger“ machen sich sofort auf die Suche nach der Lösung der Rätsel, die zu diesem geheimnisvollen Easter Egg führen sollen, auch die Firma IOI, die sich die OASIS selbst unter den Nagel reißen will, ist auf der Suche…

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mir unheimlich gut gefallen. Es war was komplett anderes als alle Bücher, die ich bisher gelesen hab – es fühlte sich beim Lesen so an, als wäre ich in einem Computerspiel und da ich selber sehr gerne Videospiele spiele, fand ich das alles unheimlich interessant. Besonders die OASIS ist so unglaublich cool 😀 wenn man so von dieser virtuellen Realität hört, dann wünscht man sich beinahe, dass sowas auch in unserer Welt existiert, wobei andererseits auch Wade erkennen muss, dass das reale Leben das endgültige und wichtigere ist.
Die Rätsel, die sich um die Suche nach dem Easter Egg ranken, sind sehr komplex und ich fand es total aufregend, mit Wade immer mehr davon zu lösen. Es war so spannend, dass ich wirklich mehrere hundert Seiten an einem Tag zack weggelesen hab, weil ich nicht aufhören konnte 😀
Der einzige Schwachpunkt lag für mich daran, dass es an manchen Stellen etwas langatmig war. Das lag vor allem daran, dass Wade in der Geschichte ständig ein Werk namens Anoraks Almanach zitiert (Anorak ist der Avatar von James Halliday). Dabei geht es um so gut wie jedes Computer- und Automaten- und Videospiel und was weiß ich für Spiele es alle gibt, die Halliday mochte/erfunden hat/aus irgendeinem Grund mal gespielt hat, genau wie seine Lieblingsmusik, seine -filme und so weiter und so fort. Das war anfangs ganz interessant, doch irgendwann wurde es mir zu langweilig, wenn Wade wieder einen totalen Ausflipper vor einem anscheinend total coolen Achziger-Jahre-Game hat. Die Idee und Aufbereitung dessen, was dahinter steckt, ist natürlich genial – ich hab keine Ahnung, ob diese Spiele wirklich alle oder teilweise existieren, aber wenn ja, dann schon allein dafür ein gewaltiges Hut ab an den Autor! Aber trotzdem, dass Wade wirklich JEDEN Film auswendig und JEDES Game auswendig und JEDES Lied auswendig konnte, das wurde mir irgendwann ein bisschen langweilig.

Trotzdem, dieses Buch ist richtig genial, vor allem, weil es so total anders ist zu dem, was man sonst so auf dem Lesemarkt findet. Unbedingtes Muss für alle, die auch gerne zocken, egal was! 😉 aber auch für die, die mit Spielen nicht soo viel anfangen können, kann ich es nur empfehlen, es ist nämlich vor allem hochspannend und unheimlich gut zu lesen!! 🙂

[Abgeschlossen] Jodi Picoult – Ein Lied für meine Tochter


Inhalt in drei Sätzen:

Nachdem Max und Zoe die dritte Fehlgeburt nach zehn Jahren der künstlichen Befruchtung haben, geht ihre Ehe in die Brüche: Max will keinen neuen Versuch starten, während Zoe sich verzweifelt Kinder wünscht. Nach der Scheidung entdeckt Max plötzlich Gott für sich, nachdem er einen Unfall nur knapp überlebt, und schließt sich der Kirche seines Bruders an, während Zoe die Schultherapeutin Vanessa kennenlernt und sich schließlich in sie verliebt. Doch als die beiden Frauen nach einiger Zeit dafür entscheiden, Zoes noch eingefrorene Eizellen zu verwenden, um gemeinsam ein Kind zu bekommen, wehrt sich Max vehement dagegen: er und die Eternal Glory Church ziehen in einen Feldzug gegen die Homosexualität…

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Jodi Picoult, ich liebe sie einfach. Ich fand bisher jedes toll, manche besser als andere, manche unfassbar geil (beim Leben meiner Schwester *schnüff*), aber alle ziemlich gut.
Auch dieses Buch hat mir sehr, sehr gut gefallen. Den Schreibstil muss ich nicht groß erwähnen, er ist einfach unfassbar toll. Wirklich, ich kann jedem nur raten, mal ein Jodi Picoult-Buch zu lesen, denn sie beschreibt alles so großartig und so, dass man es sich zu hundert Prozent vorstellen kann. Außerdem sind alle ihre Bücher aus den unterschiedlichsten Perspektiven der Beteiligten geschrieben, wodurch man einen Rundumeinblick in die Story bekommt – was mir extrem gut gefällt. Denn so konnte ich selbst die Beweggründe von Max nachvollziehen, auch wenn das sonst so gar nicht meinem Weltbild entsprach. Schreibstil: eins mit Sternchen.
Aber auch die Handlung hat mich fasziniert. Denn in diesem Buch wurde ein Thema aufgegriffen – Homosexualität und das Aufwachsen von Kindern in homosexuellen Familien – das eigentlich immer noch ein Tabuthema ist und deshalb hat es mir umso mehr gefallen. Ich hasse fast nix mehr als Intoleranz – wenn sowas gegen den persönlichen Glauben verstößt, bitteschön, aber wir leben doch wirklich in einer Zeit, in der die Menschen langsam akzeptieren sollten, dass sie mit grundloser Ablehnung nicht weiterkommen.
Und insbesondere in diesem Buch wurde das Thema meiner Meinung nach irgendwie … besonders angepackt. In vielen anderen Romanen, die Homosexualität beschreiben, liegt der Fokus meistens extrem darauf, wie sehr in Ordnung so eine Lebensweise doch ist und dass jeder das Recht darauf hat, eine Person zu lieben, egal welchem Geschlecht sie entstammt. Bei Ein Lied für meine Tochter hatte ich den Eindruck, dass der Fokus eher auf der Realität liegt. Jodi Picoult beschreibt keine Umgebung, die so in der Realität nicht existiert, sondern eine, in der homosexuelle Menschen immer noch ziemlich viel Ablehnung gegenüber stehen – was wohl eher der Wirklichkeit entspricht als das blumige Weltbild, das in vielen anderen Romanen vermittelt wird. Und es war einfach alles so realistisch, ich kann mich nur wiederholen, aber die Geschichte war glaubhaft bis zum letzten Wort. Und ich wurde mehrmals so wütend auf die Eternal Glory Church, denn wie kann man es wagen, den Lebensstil anderer Menschen zu verurteilen? Ich hab zwar keine persönlichen Berührpunkte mit Homosexuellen, aber die haben doch wohl das gleiche Recht auf ein normales Leben wie Schwarze oder Juden oder Deutsche oder irgendein afrikanischer Volksstamm, der sich von Nilpferden ernährt! (keine Ahnung, obs das wirklich gibt, aber… ihr versteht die Aussage, hoffe ich :D)
und aus den oben genannten Gründen fand ich es wirklich gut, dass dieses Buch die ganzen Probleme beschreibt, denen sich homosexuelle Menschen IMMER NOCH gegenüber sehen. Es war grandios umgesetzt – und meine Fresse, ich bin so dankbar – denn Gott sei Dank hat Jodi Picoult dieses Mal ein gutes Ende gewählt. Bei ihren Büchern weiß man echt nie und ich hab drei Kreuze gemacht (Ironie, was?!), als das Buch tatsächlich positiv geendet hat, so viel soll an dieser Stelle verraten werden 😉

Ich glaube, ich werde alles lesen, was diese Frau noch schreibt, denn sie muss einfach genial sein. Ich bewundere total, wie Jodi Picoult es schafft, tonnenweise Bücher über so schwierige Themen zu schreiben, die doch die Menschheit betreffen. In ihren anderen Büchern geht es um tödliche Krankheiten, Amokläufe, unerfüllte Kinderwünsche, Übernatürliches. Und jedes einzelne klingt so wahr und als ob sie das selbst miterlebt hätte und sind einfach so fundiert und recherchiert, dass mich allein das schon zutiefst beeindruckt.
Falls man sich für etwas ernstere Romane interessiert, die einfach grandios spannend geschrieben sind, muss man Jodi Picoult-Bücher und auch dieses unbedingt lesen! 🙂

[Abgeschlossen] Ursula Poznanski – Die Verschworenen


Inhalt in drei Sätzen (Achtung! Enthält Spoiler zum vorigen Band!):

Nachdem sie vom Clan der Schwarzdorn nicht länger geduldet wurden, müssen sich Ria und ihre Freunde in der Stadt unter der Stadt verstecken, wo Quirin ihnen bereitwillig ein geheimes Quartier zuweist. Doch während Ria Gefühle für Sandor entwickelt, planen Aureljo und Dantorian, sich in eine nahe Sphäre einzuschleichen, um dort herauszufinden, weswegen man ihnen überhaupt nach dem Leben trachtet. Doch schließlich kommt alles anders wie geplant, und plötzlich sieht sich Ria einer unglaublichen Lüge gegenüber, die nicht zuletzt ihr eigenes Leben in Gefahr bringt…

Meine Meinung:

Zuerst mal: es ist schwer, das Buch in drei Sätzen zu beschreiben, denn es passiert unheimlich viel. Soviel nur, falls sich jemand fragt, warum es schwammig klingt 😀
Zum Cover will ich nur kurz sagen, weil mir das auf dem Herzen liegt: ich find es cool und total schön. Und dass die Sechsecke die Sphärenkuppeln darstellen sollen, denke ich mir auch – aber was soll dieses Spinnennetz-Labyrinth-artige Bild auf dem Cover? Kann mir das jemand erklären? 😀 das ist das einzige, was mich bei diesem zweiten Teil der Trilogie ratlos zurücklässt.

Was alles andere betrifft… OH. MEIN. GOTT. Ich weiß, ich neige in letzter Zeit extrem zur übertriebenen Verwendung von Majuskeln, aber anders KANN man dieses Buch echt nicht beschreiben!!
Zuerst zum Schreibstil: ich vergöttere Ursula Poznanski. Ehrlich! Also so einen unfassbar geilen Schreibstil wie diese Frau, weiß nicht, ob der mir vorher schon mal untergekommen ist. Veronica Roth könnte sich meiner (ganz persönlichen) Ansicht nach bisher als Einzige halbwegs mit ihr messen. Und ihr wisst, was für ein Divergent-Freak ich bin 😀
Die Verschworenen ist die Fortsetzung einer Trilogie, deren ersten Teil ich sehr gerne gelesen hab. Ich fand ihn jetzt nicht total überepisch, aber er hat mir wirklich gut gefallen, besonders mochte ich dabei die Erzählung von den Sphären. Bei Dystopien gefällt mir am allerbesten, wenn sie irgendwelche bestimmten technischen Gerätschaften, besondere, moderne Lebenssysteme und so weiter entwickelt haben; eher weniger mag ich es, wenn sie zur „Urform“, also einem mittelalterlichen, fast schon Steinzeitleben zurückgekehrt sind. Deswegen fand ich auch den ersten Teil nich so gut, denn wie ihr wisst, wenn ihr das Buch gelesen habt, finden Ria & Co Unterschlupf bei einem Clan, der mit dem leben muss, was er zur Verfügung hat.
Oh ich seh schon, diese Rezension wird seehr lang xD
Okay, endlich zu die Verratenen. Also abgesehen vom unfassbar geilen Schreibstil, der mich von Seite 1 an begeistert hat, konnte ich aber trotzdem nicht von Anfang an wirklich mitgerissen werden. Ich war gespannt drauf, wie es weiter geht, aber da Ria immer noch bei den Schwarzdornen war und es nicht so aussah, als ob sich daran irgendwas ändert, war meine Spannung eher mäßig.

ABER DANN. OH MEIN GOTT, ich muss mich wiederholen. xD denn plötzlich passiert etwas – was ich jetzt nicht spoilern kann – aber dann kommen die Sphären wieder mehr denn je ins Spiel, und da wurde es erst recht interessant. Ich habe die Schilderung der Sphäre Vienna 2, wie sie heißt, geliebt und fand alles furchtbar interessant. Die Seiten sind nur so verflogen, der unfassbar gute Schreibstil zieht sich nämlich durchs ganze Buch.
Und dann. OH MEIN GOTT. Dann findet Ria nämlich alles heraus, findet raus, warum sie und die anderen fünf Studenten beinahe getötet wurden – so viel kann ich an dieser Stelle schon mal verraten, nicht zuletzt, um eure Spannung zu schüren 😉 Und dann macht alles Sinn und ich saß einfach nur mit offenem Mund da, denn so eine geniale und zugleich total erschreckende Idee, die Frau Poznanski da verwirklicht hat, ist mir auch noch nicht untergekommen. Zumindest nicht in dieser unglaublichen Aufmachung und Umsetzung.
Ich war wirklich einfach nur baff. Es war so unfassbar gut. Ich hab das Buch in einem Rutsch zu Ende gelesen, und das, obwohl es noch über zweihundert Seiten waren und ich kann es einfach nicht mehr erwarten, bis der dritte Teil erscheint. ICH MUSS WISSEN, WIES DA WEITERGEHT!!! … okay, genug der Großbuchstaben. Aber echt.

Hätte ich am Anfang des Buches gewusst, wie ich am Ende darüber denken würde, dann hätte ich es vermutlich mit ganz anderen Augen gelesen. Das klingt jetzt sehr pathetisch, aber es war wirklich so. Das Buch hat eine der größten und unerwartetsten Wendungen (blödes Wort xD), die ich kenne und sie ist zudem noch unglaublich gut umgesetzt, ich wiederhole mich. Am Anfang war ich mir mit der Bewertung auch nicht so sicher, hm, n grüner Smiley vielleicht, hab ich gedacht. Wenn ich wohlwollend bin.
Dass ich jetzt, am Ende, den Stern vergebe, sollte einiges auszusagen haben. Selten war ich mir sicherer als bei diesem letzten Teil der Geschichte, dass das Buch den Stern verdient hat. Scheiß auf den Anfang, er war ja auch gut 😀 und der Schluss war einfach perfekt. Das ist der Grund, warum Bücher mich glücklich machen.
🙂

[Abgeschlossen] C. C. Hunter – Shadow Falls Camp(5): Erwählt in tiefster Nacht


Inhalt in drei Sätzen (Achtung! Enthält Spoiler für vorangegangene Teile!):

Kylie hat sich bereit erklärt, bei den Chamäleons zu leben, um mehr über ihre eigene Art zu lernen, doch bald muss sie feststellen, dass sie das Camp und all seine Bewohner schmerzlich vermisst. Deshalb beschließt sie, dorthin zurückzukehren – und das gerade noch rechtzeitig, denn die Ältesten der Chamäleons sind streng und haben die Jugendlichen unter ihrer Fuchtel! Doch auch im Camp herrscht nicht gerade Ruhe: Mario ist auf der Suche nach Kylie, um sie zu töten; und ein grusliger Geist belästigt sie am Tage – und dann taucht auch noch ein geheimnisvolles Schwert auf, das nur leuchtet, wenn Kylie es berührt…

Meine Meinung:

… irgendwie klingt diese Zusammenfassung echt kindisch 😀 und ja, die Shadow Falls Camp-Reihe ist definitiv auch nicht für Mädels in meinem Alter *hust* gedacht. Aber trotzdem, ich mag sie einfach irgendwie. Ich kann mir nicht helfen, aber ich mag sie 😀 obwohl es teilweise ECHT kindisch ist und Kylie und ihre Freundinnen scheinbar kein Thema außer Jungs kennen – ich mag diese Reihe 😀

Irgendwie ist es total merkwürdig – denn eigentlich kann ich Bücher mit total dem Kitsch bzw. Dreiecksgeschichten bzw. Leuten – jetzt Freunde des Protagonisten oder Geschwister etc -, die so scheißfreundlich sind und immer lieb und immer für die Person da Ü-BER-HAUPT NICHT leiden xD zu meiner eigenen Verwunderung macht es mir bei Shadow Falls Camp aber echt nichts aus 😀 der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig. Mir fallen spontan höchstens drei oder vier andere Bücher ein, die ich soo schnell lesen konnte, innerhalb von zwei, drei Tagen (trotz Prüfungen und über sechshundert Seiten!). Es liest sich einfach super und es wird auch ein bisschen Spannung aufgebaut. Nicht so, dass ich jetz dasitze und mir vor Angst die Haare raufen muss, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es für Jüngere echt spannend ist. Der Stil ist auch von der Sprache her recht jugendlich gehalten, was mich sonst auch oft stört 😀 aber hier wiederum nicht. Für mich trägt es einfach zur großartigen Lesbarkeit bei.
Keine Ahnung, obwohl die Charaktere echt irgendwie kindisch und nervig sind, mag ich sie 🙂 jeden einzelnen.

Ich sollte endlich was konstruktives zu diesem Teil sagen *hust*. Also der Anfang hat mir richtig gut gefallen. Gegen Ende wurde es dann etwas zäh, aber da ich die Charaktere – aus unerfindlichen Gründen – so liebgewonnen hab, hat mich das nur minimal gestört. Auch insgesamt betrachtet ist das Buch so, wie es endet, ein guter Abschluss der Reihe. ABER – es gibt auch einige Dinge, die mich doch gestört haben, insbesondere im Bezug auf dieses Ende. Denn wie gesagt, am Ende ist alles mehr als rosig – ookay, da wars mir dann schon ein bisschen zu kitschig, aber was solls, Reihenende und so – aber ich hab ehrlich gesagt nicht verstanden, wie das passiert ist! Zuerst war alles schlecht und Kylie immer nur demotiviert und schlecht drauf und traurig. Und dann plötzlich, als hätte es unsichtbar puff gemacht – ist alles irgendwie gut! Sie findet ihren Lebensmut wieder, sie will dann plötzlich doch mit Lucas zusammen sein! Booah, das hat mich ja am meisten aufgeregt xD STÄNDIG tingeln die beiden umeinander rum von wegen „nein, wir können nicht zusammen sein“ „aber ich liebe dich doch so!“ bla bla bla. So geht das das halbe Buch hindurch. Und dann auf einmal wirft Kylie alle ihre vorigen Bedenken über Bord und sich ihm an den Hals! Das wirkte für mich so abrupt und total unglaubwürdig.
Außerdem fehlte mir der epische Kampf am Ende. Die ganze Zeit wird davon geredet, wie böse Mario wirklich ist – und ich kann auch verstehen, wenn man die jüngeren Leser nicht verschrecken will – aber ehrlich Leute, die kommen mit sowas klar. Das war eines der unepischsten Finales (EINER REIHE!), von denen ich je gelesen hab. Es wird ewig drauf hingearbeitet und dann – wieder puff! – alles ist gut und total toll und episch und alle Bösen sind tot. Das ist jetzt auch kein Spoiler, denn seien wir mal ehrlich – ich find, das war irgendwie klar xD mir hätte ein richtig epischer Kampf, der nicht nach einer Doppelseite zu Ende ist, echt richtig gut gefallen – muss ja auch nicht blutig sein, aber wenn sich für die Protagonistin alles wie die Wölkchen am Horizont plötzlich ganz toll auflöst, ohne dass groß was richtig Dramatisches passiert, das gefällt mir einfach nicht.

Trotzdem, alles in allem hat mir auch der letzte Teil der Reihe richtig gut gefallen, besonders aufgrund der Witze und dem toll lesbaren Schreibstil. Ich glaube auch, ich würde in Zukunft alles lesen, was C. C. Hunter sonst noch so schreibt 😉 Und ich hab die Figuren echt alle sehr lieb gewonnen – ich kann mich nur wiederholen, sie verkörpern eigentlich genau das, was mich bei 99 % aller anderen Bücher nervt, weswegen die Rezension hier nicht unbedingt sehr objektiv ist 😀 – aber ich finds toll.
Und wenn euch das teils kindische Verhalten nicht stört, dann solltet ihr die Reihe unbedingt lesen! Weil, ihr wisst schon. Figuren, ne? 😀

Oh, ach ja. Das Cover mag ich genau so gern wie die restlichen der Reihe, die sind echt irgendwie cool. Und so shiny *__* *hüstel* jaaa. Allerdings hab ich den Sinn des Titels nicht ganz verstanden, weil irgendwie wird niemand jetzt total episch erwählt (so ein bisschen erwählt schon) und erst recht nicht in tiefster Nacht. Aber hey, ich sollte einfach mit dem Interpretieren hier und jetzt aufhören und froh sein, dass ich es gelesen hab (und hiermit eine Reihe beende!)