Elizabeth Laban – So wüst und schön sah ich noch keinen Tag


Titel: So wüst und schön sah ich noch keinen Tag [Originaltitel: The Tragedy Paper]
Reihe: –
Autor: Elizabeth Laban
erschienen: 2016 bei: Hanser
Umfang: 288 Seiten
Preis: 16,90 €
Genre: Contemporary
Bewertung: a_smiley_gruen

Vielen Dank an Wittwer für das Leseexemplar!

Zum Inhalt und meiner Meinung:

Inhalt in drei Sätzen:

Am renommierten Irving-Internat ist es Tradition, dass die Seniors kurz vor ihrem Abschluss der nachfolgenden Abschlussklasse, die in ihre Zimmer zieht, einen Schatz zurücklässt. Als Duncan seinen Schatz entdeckt, einen Stapel CDs, ist er zunächst enttäuscht – doch die CDs entpuppen sich als viel mehr: darauf ist die Geschichte von Tim, dem Jungen, der vorher  Duncans Zimmer bewohnt hat. Tim, der Albino, der so anders ist als die anderen, erzählt seine Geschichte: von seiner Liebe zu Vanessa, die eigentlich vergeben ist, und von dem großen Unglück letztes Jahr, das auch Duncan nie vergessen wird…

Meine Meinung:

Ich hab mich so über ein Leseexemplar dieses Buches gefreut, da es eines meiner Highlights des Jahres 2016 war und ich superhappy war, dass ich es bekommen hab 😀

Das Buch hat seinen ganz persönlichen, ganz besonderen Tonfall. Der Schreibstil liest sich fantastisch gut, die Autorin schafft es, einen ans Buch zu fesseln, auch wenn die Ereignisse an sich harmlos sind. Aber durch die Art, wie sie das Innenleben der Figuren schildert, wird selbst der noch so unschuldige Moment zu einem Sturm an Gedanken, den man als Leser sehr gut nachvollziehen kann.
Der Mix aus der Sicht von Duncan, der sein Leben im Internat lebt, und der Sicht von Tim, dem Außenseiter, fand ich großartig. Noch nie habe ich ein Buch über einen Albino gelesen und ich finde es fantastisch, dass dieses Thema in diesem Buch aufgegriffen wurde! Denn es ist anders als bei Büchern über Kinder, die krank sind – Tim ist nicht krank, er ist nur anders, und er kann selbst nichts dafür. Die Art, wie er sein Leben meistert, wie er einfach nur dazugehören will, ist ganz toll beschrieben und man kann sich sehr gut mit beiden Jungs identifizieren.
Die ganze Zeit wollte ich unbedingt wissen, was das schlimme Ereignis war, das von Anfang an angedeutet wird. Und am Ende war ich auch zufriedengestellt. Es kam anders als ich erwartet hätte, aber es ist nur eine von diversen Stellen im Buch, wo die Autorin zeigt, wie eine vermeintlich harmlose Situation völlig aus dem Ruder laufen und für einige Beteiligte sehr emotional und lebensverändernd sein kann. Der Titel als Zitat von Shakespeare passt wie die Faust aufs Auge, besser hätte man das Buch nicht benennen können.

Von mir gibts einen gewaltigen Daumen hoch für das Buch! Das Tüpfelchen auf dem i, für das es den Stern, also meine Höchstwertung bekommen hätte, hat mir leider gefehlt, aber ich war trotzdem extrem zufrieden gestellt. Es war ein tolles Leseerlebnis! Hanser hat es irgendwie einfach drauf mit den Jugendbüchern xD von denen bin ich bisher mehrfach total begeistert und nur selten enttäuscht worden. 🙂
Oh ja, und Hanser Cover. YES PLEASE ❤

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