Melissa Marr – Arrivals: Fürchte die Unsterblichkeit


Titel: Arrivals – Fürchte die Unsterblichkeit [Originaltitel: Arrivals]

Reihe:

Autor: Melissa Marr

erschienen: 2014 bei: Piper

Umfang: 330 Seiten

Preis: 12,99 €

Genre: Fantasy mit Western-Einschlag

Bewertung: a_smiley_gruen neutral_smiley4

Danke an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Zum Inhalt und meiner Meinung:

Inhalt in drei Sätzen:

Eine Gruppe von sechs Leuten, Arrivals genannt, lebt im Wasteland, das in einer Art Paralleluniversum existiert, in das sie vor vielen Jahren aus der wirklichen Welt aus unerklärlichen Gründen gelangt sind – und das Wasteland ist gefährlich: dort leben alle Arten von gefährlichen Viechern und anderen seltsamen Gestalten. Eines Tages stößt Chloe zu der Gruppe und findet sich plötzlich in einer ausgestorbenen Wüste wieder, anstatt in Chicago im Jahr 2010. Gemeinsam müssen die Arrivals versuchen, Ajani, den Unterdrücker des Wastelands, zu besiegen.

Meine Meinung:

Beim Schreiben dieser Inhaltsangabe ist es mir wieder aufs Neue aufgefallen: dieses Buch ist einfach TOTAL strange. Das beschreibt es am Besten 😀 wenn es mir so schwer fiel, hätte ich ja auch einfach den Text der offiziellen Inhaltsangabe nehmen können, denkt jetzt vielleicht jemand – hätte ich schon, aber das, was da steht, hat einfach mal gar nichts mit dem Buch zu tun!
Damit ihr das verstehen könnt, muss ich hier kurz den Originalklappentext einfügen:

Sie nennen sich Arrivals. Sie sind gestrandet in einer grausamen Welt, die sie nie verlassen können. Nicht einmal der Tod bringt ihnen Erlösung. Denn Arrivals sind unsterblich… Als Chloe die Augen aufschlägt, befindet sie sich in einer grenzenlosen Wüste, die von albtraumhaften Wesen bewohnt wird. Einzig die mysteriösen Arrivals bieten Rettung. Doch woher stammen sie? Kann sie ihnen vertrauen? Und warum will ihr Anführer Jack Chloe um jeden Preis auf seine Seite ziehen? Gefangen in einer fremden Welt muss Chloe nicht nur um ihr Leben fürchten, sondern lernen, die Unsterblichkeit zu fürchten.

Also – sorry, aber der Klappentext ist bezogen auf die Geschichte kompletter Müll. Denn so, wie es hier klingt, dachte ich eigentlich, Chloe ist die Protagonistin und man erlebt die Geschichte aus ihrer Perspektive, wie sie allein und völlig ratlos in dieser Wüste aufwacht und so weiter. Aber Pustekuchen! Nix! Ich hatte ehrlich gesagt sogar das Gefühl, Chloe war für die Geschichte nicht besonders wichtig 😛

Die ganze Geschichte war wie der Inhaltstext klingt: zu 100 % strange und merkwürdig. Das ist aber nicht unbedingt was Schlechtes, möchte ich an dieser Stelle festhalten!!
Das Buch hat mir an sich nämlich sogar ziemlich gut gefallen. Der Schreibstil ließ sich einfach grandios flüssig lesen, ich war total erstaunt, weil nachdem nach den ersten paar Seiten schon die Story so dermaßen weird war, dachte ich eigentlich, es würde ein sehr zähes Lesevergnügen werden, aber eigentlich bin ich echt flott durch die Seiten gekommen, was mich richtig positiv überrascht hat. Ich kann zwar jetzt nicht sagen, dass das Buch total spannend war, aber auf seine Weise war die Spannung irgendwie gut genug eingesetzt, als dass ich weiterlesen wollte. Es ist wirklich so verdammt schwer, das Buch zu beschreiben, bitte seht es mir nach 😀 würde mich total interessieren, ob jemand anderes das auch gelesen hat und genau so empfunden hat 😀

Die ganze Beschreibung des Ortes hat mir insbesondere von der Idee her richtig gefallen: eine Art Parallelwelt, in die die Protagonisten gefallen sind. Denn eigentlich geht es gar nicht wirklich um Chloe, wie ich schon angedeutet hab. Die Geschichte wird zu vielleicht achtzig Prozent aus der Sicht von Katherine alias Kitty oder ihrem Bruder Jack erzählt, die die ersten Arrivals sind, und es geht eigentlich nur um deren Leben und was sie so machen. Chloe kommt ohnehin erst nach einigen Kapiteln überhaupt vor und abgesehen von der Lovestory zu Jack spielt sie für mich nicht so ne große Rolle. Ach ja, die Lovestory. Da graust es mir auch wieder, wenn ich den Klappentext lese, denn eigentlich fand ich das Liebesthema in diesem Buch recht gut! Es war nicht die ganze Zeit penetrant im Vordergrund, aber natürlich kam es vor – und es hat mich gar nicht gestört. Die ham sich halt verschossen, wa? Aber die große, total unsterbliche Liebe – nooope. Und auch das Fürchten vor der Unsterblichkeit kam zu null Komma null Prozent rüber. Chloe denkt glaub ich kein einziges Mal auch nur über dieses Thema nach. Deswegen – Titel echt grottig gewählt!

Hmjaa… wie gesagt, ich finde das Buch so merkwürdig, dass es eigentlich in keine Kategorie passt 😀 von dieser Skurrilität hab ich bisher noch kein anderes Buch gelesen, das dem auch nur nahe kommt und diese Individualität gefällt mir wider Erwarten ziemlich gut! Wenn ihr also auch mal was GANZ ANDERES lesen wollt, das schon in die Fantasyrichtung geht, dann könnt ihr euch dieses Buch mal näher anschauen. Der Schreibstil liest sich nämlich wirklich ziemlich gut, aber es gab einfach viele Dinge, die ich so gar nicht verstanden hab und von denen ich nicht weiß, ob sie einfach die an sich schon skurrile Situation im Wasteland darstellen sollten oder ob die Autorin es einfach nicht geschafft hat, es vernünftig rüber zu bringen xD
Wenn ihr nix gegen ein total gestörtes Buch habt, das aber irgendwie doch fasziniert und schon in Ordnung ist, dann könnte Arrivals durchaus was für euch sein! 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s