Aimee Carter – Das göttliche Mädchen


Titel: Das göttliche Mädchen [Originaltitel: The Goddess Test]

Reihe: Teil 1/3 der Goddess Test-Reihe

Autor: Aimee Carter

erschienen: 2012 bei: Mira

Umfang: 300 Seiten

Preis: 9,99 €

Genre: Fantasy

Bewertung: neutral_smiley4

Zum Inhalt und meiner Meinung:

Inhalt in drei Sätzen:

Weil es der letzte Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist, zieht Kate mit ihr in deren Geburtsstadt Eden. Doch bald geschehen seltsame Vorfälle – und plötzlich sieht Kate sich Henry gegenüber: er verspricht ihr, das Leben ihrer Mutter zu verlängern, doch unter einer Bedingung: Kate muss den Winter über bei ihm verbringen. Doch bald findet Kate sich in einer Welt zwischen Mythos und Wirklichkeit wieder, denn in Eden Manor ist niemand mehr am Leben und Henry stellt sich als Hades, Gott der Unterwelt, vor – und Kate wird seine Persephone…

Meine Meinung:

Die Cover dieser Buchreihe sind einfach UMWERFEND! Das muss mal gesagt werden. Müsste ich die schönsten drei Cover aus meinem gesamten Regal bestimmen, so wäre dieses definitiv dabei. Es sieht einfach grandios aus – GOTT SEI DANK ham die Verlage manchmal auch ein Einsehen und verwenden die englischen Originalcover xD

Das wars aber leider auch schon fast an Positivem, das ich über das Buch sagen kann 😛 gleich vorneweg: es gehört definitiv nicht zu den schlechtesten, die ich je gelesen hab. Trotzdem war ich schon ein bisschen enttäuscht.

Der Schreibstil ließ sich sehr sehr flüssig und gut lesen. Das hat die ganze Sache nochmal rausgerissen, denn wäre der auch noch schleppend gewesen, so wie die ganze Geschichte, dann hätte ich es bereut, diese zehn Euro ausgegeben zu haben und aufgehört, es zu lesen 😀
Von vornherein war mir Kate nicht sooo sonderlich sympathisch. Das liegt daran, dass schon der Anfang – und leider, wie sich herausstellte, auch das ganze restliche Buch – total klischeehaft aufgezogen war. Kate kümmert sich seit vier Jahren um ihre schwer krebskranke Mutter – schon mit vierzehn!! Ähem, ja. Voll total realistisch, dass sie das alleine hinbekommen hat. Und dann auch in Eden gab es gleich am Anfang Szenen, die ich nicht verstanden hab. Ein Beispiel, ohne allzu viel zu spoilern: In der neuen Schule trifft Kate gleich zu Anfang auf Ava, Cheerleader Kapitän und so weiter. Das typische It-Girl halt. Und Ava hasst Kate von der ersten Minute an, weil ihr ach so toller Freund es gewagt hat, Kate anzusprechen. Dann allerdings rettet Kate Ava das Leben und rät ihr, sich von dem Freund zu trennen – und plötzlich sind die beiden ABFFFs!! Ich saß erst mal so da und dachte: hab ich jetz irgendwie n ganzes Kapitel überlesen?!?! Das war so dermaßen unglaubwürdig und ich war schon mal von vornherein negativ eingestellt xD
Auch als Kate dann nach Eden Manor zu Henry zieht – einem UNBEKANNTEN, der ihr merkwürdige Forderungen stellt von wegen „Zieh bei mir ein oder diese Leute da müssen sterben“. Jaaaah, klar, wenn mir jemand so kommt, würde ich auch sofort losziehen und mich mir nix, dir nix bei dem einquartieren!! Echt ey, Romanheldinnen sind manchmal so beschränkt, die müssen sich doch gar nicht wundern, wenn sie nachher in irgendeiner Scheiße drinstecken, wenn man so leichtsinnig ist! Wirklich mal! 😀

Die unvermeidliche Liebesgeschichte zwischen Henry und Kate war für meinen persönlichen Geschmack, die ich Kitsch und Instant Love hasse wie nix sonst in Büchern, total schrecklich. Henry ist einer dieser typischen Romanfiguren, die ja so innerlich kaputt ist und nicht lieben will und ja soooo ein toller, romantischer Typ, der immer nur das Richtige tut… Mädels, vergesst es xD diese Typen existieren 1) nicht und 2) wär das doch auch sowas von langweilig. Auf jeden Fall waren mir weder Kate noch Henry sonderlich sympathisch und auch die Eifersuchtsdramen und all das, was ich jetzt nicht im Detail erklären möchte, haben mich einfach nur genervt.
Die ganze Handlung erschien mir zu überhastet und vieles einfach hingemurkst, sodass ich oft den Anschluss überhaupt nicht verstanden hab. Mehrmals dachte ich mir: hätte man die ganze Handlung und den Background vielleicht von vornherein besser aufgebaut und nicht auf 300 Seiten überhastet zusammengestaucht, sodass die Handlung gar keine Zeit hat, sich zu entfalten, geschweigedenn die Charakter, wäre es vielleicht ganz gut gewesen und hätte mir sogar richtig gut gefallen können – denn aus der Idee ist viel rauszuholen, finde ich!

Oh, was ich noch vergessen hab – wie oben erwähnt ist die Umschlaggestaltung phänomenal. Ich persönlich, mit ein bisschen Typografiewissen, dachte naiverweise, dass sich das vielleicht in der Innengestaltung fortsetzen würde. Weit gefehlt! Die Kapitelanfänge gehören glaube ich zu den hässlichsten, die ich bei einem Buch je gesehen hab. Total lieblos gemacht!! Grundschrift in Großbuchstaben und Kursiv? Wahrscheinlich nicht mal ne echte? Sorry, but NEXT!!!

Ich fand es wirklich schade, dass mich dieser erste Teil der Reihe – von dem ich noch den zweiten habe, was überhaupt der Grund war, den ersten zu kaufen *schluck* so enttäuscht hat, denn von außen sieht es aus wie ein grandioses Fantasybuch und auch die Thematik mit griechischen Göttern interessiert mich eigentlich sehr. Aber das einzig positive außer dem Cover, was ich zum Buch zu sagen habe, war: es war dank des schon gut lesbaren Schreibstils und der nur knapp 300 Seiten schnell vorbei.

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