Marissa Meyer – Cinder


Titel: Cinder [Deutscher Titel: Wie Monde so silbern]

Reihe: Teil 1/4 der Lunar Chronicles

Autor: Marissa Meyer

erschienen: 2012

Umfang: 380 Seiten

Preis: ca. 7,30 €

Genre: Dystopie mit Märchen-Einschlag 😉

Bewertung: a_smiley_gruen neutral_smiley4

Zum Inhalt und meiner Meinung:

Inhalt in drei Sätzen:

Die 16-jährige Mechanikerin Cinder lebt in einer Zukunftswelt, in der die furchtbare Krankheit Letumosis herrscht. Als ihre Stiefschwester an der Seuche erkrankt – was unweigerlich zu einem schnellen Tod führt -, schmeißt ihre böse Stiefmutter Cinder einfach raus. Schutz findet Cinder auf die eine oder andere Weise bei Prinz Kai, der sie aus irgendeinem ihr unerklärlichen Grund anziehend findet – doch abgesehen davon, dass Kai sich im Moment darauf vorbereiten muss, der neue Kaiser des gesamten östlichen Reiches zu werden und eine Heilung gegen Letumosis zu finden, darf er auch eine andere Sache niemals herausfinden: Cinder ist kein normaler Mensch, sondern ein Cyborg…

Meine Meinung:

Puh, irgendwie fand ich es jetzt doch recht schwierig, die Synopsis des Buches in drei Sätze zu packen und trotzdem einiges zu erklären 😀 wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, finde ich es blöd, als Beschreibung zu einem Buch nur den Klappentext anzugeben. Denn bei vielen Büchern sagt der einfach mal NICHTS darüber aus, worum es in dem Buch geht und ich wurde schon oft enttäuscht – weswegen ich meine Kurzzusammenfassung immer selbst aus den Fingern sauge.
Die Geschichte von Cinder ist gleichzeitig so viel. Eine Dystopie, klar: es spielt in einer zerstörten Welt, in der eine Seuche grassiert, es gibt futuristisch veränderte Technik und – ganz entscheidend und wie ich fand, sehr interessant – Androids und Cyborgs. Der Unterschied zwischen diesen beiden im Buch vorkommenden „Spezies“ besteht übrigens darin, dass Androids Roboter sind, die Menschen ähneln und menschliche Tätigkeiten ausführen können, aber trotzdem nur Maschinen sind. Cyborgs sind Menschen, die durch Technik verändert wurden. Bei Cinder sind das Metallteile in ihrem Bein und ihrer Hand, weil sie die wirklichen Körperteile bei einem Unfall verloren hat. Alles sehr spannend und interessant und wie ich fand, wirklich gut umgesetzt.
Ich hab das Buch ja auf Englisch gelesen und auch die technischen Begriffe hab ich nach ein wenig Nachschlagen alle ziemlich gut verstanden, das war also kein Problem.
Das Buch ist aber keine reine Dystopie: wie man am Namen und spätestens an der Beschreibung schon erkennen kann, ist es eine moderne Form von Aschenputtel oder Cinderella. Mich faszinieren Fairytale-Retellings irgendwie und ich fand, dieser Aspekt wurde ganz gut umgesetzt. Es war so viel, dass man eindeutig den originalen Cinderella-Plot erkennen konnte, aber doch nicht so viel, dass es total in den Vordergrund gerückt wurde.

Der Schreibstil an sich lässt sich seehr flüssig und rasch lesen. Das Buch ist ziemlich spannend, besonders, als es um die Seuche geht und ich bin echt an den Seiten gehangen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Und hab ich schon was zum Cover erzählt? Es is so schööööön *___* Ich weiß, dass viele das deutsche Cover auch total toll finden, aber meiner Meinung nach schlägt das originale es um Längen! 🙂 das mit dem Schuh und dem Metall und so, das sieht einfach so cool aus ^^ ich bin sehr, sehr froh, dass dieses Buch in meinem Bücherregal steht 😀

Das klingt jetz alles eigentlich danach, als wäre das ein super gutes tolles Buch für mich gewesen – war es auch. War es wirklich, ich hab das Lesen von Cinder echt genossen und werde mir auch definitiv die Fortsetzungen bald holen. Aber ein Punkt, ein einziger Punkt hindert mich daran, ihm ne verdammt gute oder sogar meine Top-Bewertung zu geben:

Ich hab die GESAMTE GESCHICHTE ab Seite 44 durchschaut.

Das ist kein Spaß, leider. Bis zu diesem Zeitpunkt (was bei knapp 400 Seiten ja nicht gerade viel ist) war mir nicht klar, auf was es hinauslaufen würde, doch auf dieser Seite gab es ein Zitat, dass ich hier jetzt natürlich NICHT bringen werde, durch das mir sofort klar wurde, dass die Geschichte so verläuft, wie ich es mir gedacht hab. Und das fand ich schrecklich. Denn abgesehen davon, dass es irgendwie sowieso total offensichtlich ist, wurde ich unglaublich gespoilert dadurch, dass es mir selbst so klar gedeutet wurde. Versteht ihr? Wie behindert ist das denn, man verrät schon auf den ersten Seiten das, was erst auf der VORLETZTEN wirklich aufgedeckt wird, sodass die ganze Spannung, was es mit Cinder und ihren besonderen Fähigkeiten auf sich hat, komplett vorweg genommen wird!! Und ehrlich, wenn man sich ein bisschen in Fantasybüchern, Young Adult und Dystopien auskennt, dann WAR es total offensichtlich, auf was es hinauslaufen wird. Oh my.

Das hat mich echt geärgert und ich hoffe, dass es in Scarlet und Cress nicht mehr so offensichtlich sein wird. Denn was kann es Enttäuschenderes geben, als nach 40 Seiten schon zu wissen, wie das gesamte Buch verlaufen wird? Und nicht nur ne Vermutung, sondern schon quasi fast die Bestätigung zu haben, dass es auch so laufen wird?
Würde mich mal interessieren, ob es euch auch so ging oder nur mir 😀

Auf jeden Fall, trotz diesem Kritikpunkt, ist das Buch an sich wirklich gut (schon allein wegen dem Coveeeer *___*) und auf jeden Fall einen Blick wert 🙂

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