[Next, Please] Warum ich mich mit diesen Büchern nicht anfreunden konnte…


Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ihr die letzte Zeit so wenig von mir gehört habt – aber ich war die letzten fast zwei Wochen im Urlaub und hatte deswegen keine Zeit zu posten. Das werde ich jetzt aber nachholen und deswegen gleich mal mit hmm, einer Art neuem Format starten, das ich jetzt mal ausprobiere und dann abwarte, ob ich in Zukunft nochmal einen Post dazu machen werde – was natürlich von den Büchern abhängt, die ich lese 😉 ehrlich gesagt hoffe ich allerdings, dass es keinen geben wird, denn das wäre eher zu meinem Nachteil… aber seht selbst 😀

Bei Next, Please werde ich über ein paar Bücher schreiben, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und die mich so gar nicht beeindrucken konnten. Ich hab nämlich auffallend viele in den letzten ein, zwei Monaten gelesen, die ich nicht bis zum Ende durchlesen wollte oder konnte und wieder weggelegt hab, denn seien wir mal ehrlich: warum sollte man seine Zeit mit Büchern verbringen, die einem nicht gefallen? Da sie mir alle nicht gehört haben, sondern nur geliehen waren, wars auch kein Problem 😉

Dieses Mal will ich zu vier Büchern was sagen, bei denen ich allesamt dieses Gefühl hatte:

Ich dachte so: boah, yeah, das wird bestimmt cool – und dann wars irgendwie ein Reinfall. Let’s get started!

  Anthony Horowitz – Die fünf Tore: Zeitentod

erschienen bei: Loewe

Preis: 8,95 €

 

 

Bei diesem Buch hat es mich richtiggehend geärgert, dass es mir nicht gefallen hat, denn die restlichen Teile der Reihe hab ich vor einigen Jahren gelesen, als ich noch jünger war – und ich fand sie damals verdammt gut! Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, aber sie waren alle echt spannend und auch die Hintergrundstory war echt gut. Ich will jetzt hier nicht näher auf den Inhalt eingehen, falls es euch interessiert, dann googelt doch einfach mal 🙂
Aber hier erschien es mir irgendwie, als müsse die Reihe mit Ach und Krach noch zu Ende geführt werden. Ich hab mich nicht mal mehr dran erinnert, dass sie noch nicht abgeschlossen war und jetzt plötzlich, mindestens drei Jahre gefühlt nach dem Band davor, wird plötzlich das Finale rausgehauen und dann noch in zwei Bänden! Irgendwie kam ich mir ziemlich verarscht vor. Dazu trug noch bei, dass es das Finale plötzlich nur als Taschenbuch gibt! Ich hab das recherchiert und bin immer und immer wieder nur auf die Taschenbücher des Finales gestoßen und die sind dazu noch so hässlich mit Hotmelt gebunden, dass man sie nicht aufschlagen kann, sondern quasi aufprügeln muss.
Auch inhaltlich kam für mich nur heiße Luft raus. Ich hätte mit Spannung und Action gerechnet, aber man kommt plötzlich in ein Dorf zu einem Mädchen, das mit der bisherigen Geschichte 0,0 % zu tun hat. Das allein fand ich schon sehr verwirrend, aber dass es die ersten hundert Seiten nur um ihr Leben geht, war echt total nervig und langweilig. Wenn jemand von euch andere Erfahrungen mit dem Buch hatte, dann bin ich gespannt darauf, sie zu hören – ich fand es einfach nur erzwungen und nicht ansatzweise an die Vorgänger heranreichend, weswegen ich es dann auch abgebrochen habe.

  Richelle Mead – Dark Swan: Sturmtochter

erschienen bei: Egmont Lyx

Preis: 12, 95 €

 

 

Dieses Buch hab ich mir eigentlich nur ausgeliehen, weil… *hüstel* also da muss ich kurz weiter ausholen. Beim Buchladen meines Vertrauens (okay, einem davon) gibts immer so ne tolle Grabbelkiste. Und manchmal findet man da echt tolle Bücher. Ich hab Cinder aus dieser Kiste in der englischen Originalausgabe für einen Euro bekommen. Einen Euro!! Tja, und in dieser Kiste lag auch ein Buch aus dieser Dark Swan-Reihe. Weils so günstig war und auch ganz cool aussieht, konnte ich natürlich nicht widerstehen 😛 und erst zuhause hab ich dann bemerkt, dass es der dritte Teil der Reihe ist. Jaah… super gelaufen. Allerdings hatte wiederum die Stadtbücherei meines Vertrauens Teil eins und zwei da, jippie, hab ich mir dann gleich ausgeliehen. Nur, um dann festzustellen, dass es irgendwie so gar nicht mein Ding ist.
Dazu muss man sagen: es war kein totaler Blindkauf! Ich liebe die Vampire Academy-Reihe von Richelle Mead, ich hab alle Bücher gelesen und habe sie immer mehr lieben gelernt. Allerdings kommt Dark Swan überhaupt nicht daran heran.
Die Idee bei dieser Reihe klingt ganz cool: Hauptperson ist Eugenie, eine Schamanin, die Geister vertreibt und mit der übernatürlichen Welt Kontakt hält. Allerdings wird ihre ganze Arbeit, wie genau sie das macht und wie sie eigentlich selbst charakterlich usw ist, so dermaßen einfach nicht erzählt, dass ich zu inkorrektem Satzbau greifen muss 😀 und das fand ich so schade! Wie so oft in Erwachsenen-Fantasyromanen ging es nämlich vorrangig: um Sex. Gnaarf. Das ist so wie mit den schrecklichen Liebesschnulzen in Young Adult-Büchern: denken die Autoren wirklich ALLE, dass wir das als Leser ERWARTEN?? Dass die die halbe Zeit, entschuldigt, dreckig rummachen und den besten Sex ihres Lebens haben und dann der ganze Fantasyaspekt dabei irgendwie auf der Strecke bleibt?
Fazit ist also, die Idee fand ich sehr interessant, aber sie wurde so mau umgesetzt, dass ich selbst nach wohlwollenden hundert Seiten keine Lust hatte, das Buch weiterzulesen. Der Stil war nicht fesselnd und die Szenen, die eigentlich mitreißend und so weiter sein sollten, waren es nicht. Schade um das Buch bei mir im Regal, mal überlegen was ich damit mache… 😛

  Corina Bomann – Der Mondscheingarten

erschienen bei: Ullstein

Preis: 9,99 €

 

 

 

Das Buch, das muss ich zuerst mal sagen, hat einfach ein großartiges Cover 🙂 das sieht wirklich, wirklich schön aus – nur leider konnte das Buch mich nicht von sich überzeugen. Auch hier war das Thema an sich sehr interessant, es war ein teils historischer Roman, teils spielt er in der heutigen Zeit und diese Zeitebenen sind über die Vergangenheit der Hauptperson verknüpft. Eigentlich mag ich solche Bücher zwischendurch sehr, sehr gerne, da mich insbesondere fremde Kulturen und Geschichten über frühere Zeiten sehr faszinieren, aber dieses Buch hat es leider einfach nicht geschafft, dieses Interesse aufzubringen. Alles war so mäßig, nahm nicht wirklich an Fahrt auf und insbesondere die total unnötige, aber natürlich obligatorische Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin und irgendeinem männlichen Hauptdarsteller, den man halt reinschreiben musste, damit es ihn gibt, ging mir einfach total auf die Nerven, weil sie soo offensichtlich war 😀
Alles in allem, dieses Buch fand ich jetz nich total schlecht. Vielleicht kam es einfach zur falschen Zeit, aber es hatte einfach nicht genug Potenzial, um mich zum Weiterlesen zu animieren. Eventuell versuche ich es nochmal wann anders damit 😉

  Jamie McGuire – Beautiful Desaster

erschienen bei: Piper

Preis: 9,99 €

 

 

 

Dafür, dass dieses Buch hier auftaucht, werden mich vermutlich einige hassen 😀 denn ich weiß, dass dieses Buch echt gute Kritiken bekommen hat und so weiter. Auch hier muss ich sagen: umwerfend tolles Cover!!
Aber der Inhalt… man muss dazu sagen, ich hab es als Hörbuch gehört, aber da ich selbst keinen Unterschied zwischen Büchern und Hörbüchern ziehe, führe ich es hier auch auf.
Achtung! Ab hier gibt es Spoiler zum Buch!
Die. Protagonistin. Arrrgh. Ich hab schon wieder vergessen, wie sie… ah, Abby war es. Abby Dingsda. Und Abby… war mir so dermaßen fremd, dass ich es fast schon wieder lustig finde 😀 diese Person, ey…
Also, fangen wir mal mit der Beschreibung von Abby an: sie findet sich total erwachsen, ist gerade neunzehn geworden, glaub ich und frisch am College. Was natürlich dazu führt, dass sie dauernd am Saufen ist. Irgendwie hat reifes Verhalten ja auch total viel damit zu tun, dass man jeden Freitag in nem noch kürzeren Kleid auf eine Party geht. Und dann meint Abbys beste Freundin, dass sie ja viiiiel zu fromm und prüde ist und schleppt sie in einen Keller, in dem illegale Boxturniere stattfinden und Travis,  der Champion da – wie sollte es anders sein – findet sie ja direkt so toll und geil. Die beiden lassen sich auf eine Wette ein, die Abby verliert und deswegen den gesamten nächsten Monat in Travis‘ Haus wohnen. In seinem Zimmer. IN SEINEM BETT SCHLAFEN. Ist ja auch das natürlichste der Welt: wenn ihr einen Typen noch nie zuvor gesehen habt und der andere Jungs beinahe totprügelt, ist der erste Gedanke ja auch wirklich, sofort zu dem ins Bett zu springen.
Wie es dann genau weitergeht, soll an dieser Stelle nicht verraten werden – Tatsache ist, es gefiel mir immer weniger. Die aufkommende Romantik wurde mir dadurch genommen, dass das Buch meiner Meinung nach so dermaßen das Gegenteil einer gesunden Beziehung ist, dass mir teilweise fast die Worte gefehlt haben. Man halte fest: obwohl Travis und Abby KEIN Paar sind, verprügelt Travis einen Typen, mit dem Abby ein Date hat, weil er es gewagt hat, sie liebevoll anzufassen. Und das wird im Buch als ein Zeichen von ROMANTISCHER LIEBE ausgelegt. Jaah, so wird die heutige Jugend dazu gebracht, Schlägereien und Gewalt in der Beziehung als ein Zeichen von Liebe zu interpretieren. Tut mir Leid, aber das kann ich nicht unterstützen. Ein Typ kann halt nicht nur die ganze Zeit sagen „Ich will dich so sehr bla bla bla“, er muss auch was dafür tun! Klar müssen beide Seiten in eine Beziehung investieren – allerdings nicht in Form eines Tattoos. Jaah, ich sagte es schon: Igitt Bäh.
Ich hab es mir echt lang angetan, obwohl ich von vornherein der Handlung in fast keinem Punkt zustimmen, geschweige denn mich mit den handelnden Personen identifizieren konnte, doch als es irgendwann einen totalen Plottwist gibt, hat die Ungläubigkeit meinerseits eine Grenze überschritten. Denn als Abbys Vergangenheit endlich aufgedeckt wird, fand ich das so dermaßen lachhaft und übertrieben an den Haaren herbeigezogen, weil von vornherein einfach gar nicht auf sowas gedeutet wird, dass es echt so klang, als hätte die Autorin keinen Plan gehabt, wie die Story enden soll und dann plötzlich ist ihr was total Absurdes eingefallen und sie hat es rasch hingeschrieben. Nee, sorry, kurz vor Ende hab ichs dann echt gut sein lassen mit dem Buch.

Zu all diesen Büchern kann ich nur sagen: Sorry, but NEXT! Ich finde es immer schade, wenn mir ein Buch nicht gefällt, aber warum soll man sich da durchquälen, wenn man die Zeit doch mit denen verbringen könnte, die einem besser gefallen?! 🙂

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