[Abgeschlossen] Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt


Inhalt in drei Sätzen:

Don Tillman ist hochintelligent, sportlich, ordentlich – nur mit Emotionen und im Umgang mit alltäglichen Situationen in der Öffentlichkeit hat er ein großes Problem. Doch jetzt will Don eine Frau kennenlernen – natürlich auf seine Weise: er entwirft einen 16-seitigen Fragebogen, der die wichtigsten Kriterien abdeckt, die seine Traumfrau haben sollte. Dann tritt Rosie in sein Leben – Vegetarierin, unsportlich, Raucherin -, da sie die Hilfe von Don als Genetiker braucht, um ihren leiblichen Vater ausfindig zu machen, und obwohl sie so gar nicht in das Ehefrau-Projekt passt und Don eigentlich mit Gefühlen so gar nichts anfangen kann, fängt Rosie an, sein Herz zu gewinnen…

Meine Meinung: 

Das Buch ist eines der besondersten und lustigsten Bücher, welche ich in der letzten Zeit gelesen hab. Don ist einfach ein total sympathischer Charakter. Die Geschichte wird aus seiner Perspektive in Ich-Form erzählt, weswegen der Schreibstil einerseits total nüchtern und sehr wissenschaftlich klingt, subjektiv betrachtet steckt aber eine ganze ganze Menge mehr dahinter und man erkennt die Emotionen irgendwie doch. Gerade weil Don sie selbst nicht erkennt, erkennt man sie als Leser dann doch und freut sich 😉
Zum Verständnis der Geschichte muss man wissen, dass Don Tillman unter dem Asperger-Syndrom leidet, einer leichter ausgeprägten Form des Autismus – was er selbst aber gar nicht weiß, obwohl er ja Wissenschaftler an einer Universität ist. Weiß man das nicht, zum Beispiel wenn man die Krankheit nicht kennt, dann macht die Geschichte wohl nicht denselben Sinn, den sie macht, wenn man es weiß, deswegen musste ich das einfach dazu sagen 😀
Die Art und Weise, wie Don versucht, Rosie unbeholfen für sich zu gewinnen, war einfach total herzerwärmend und schön 🙂 wie ihr als regelmäßige Leser meines Blogs wisst, steh ich eigentlich überhaupt nicht auf pure Liebesgeschichten und Kitsch, aber Kitsch kam hier überhaupt nicht vor und die Liebesgeschichte steht auch irgendwie nicht im Vordergrund, weswegen alles einfach wunderbar zusammenpasst und sich toll lesen lässt. Das einzige Manko für mich war, dass man das Buch nicht so flüssig wie andere in einem Rutsch durchlesen konnte, aber das lag an dem schon recht wissenschaftlich gehaltenen Schreibstil.

Alles in allem kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen – ich kann einfach nicht erklären, warum es so toll ist, aber ihr müsst es alle lesen! 🙂 falls das jemandem hilft: ich hab mir sagen lassen, dass Don extrem an Sheldon Cooper erinnert… 😉

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