[Abgeschlossen] Corrine Jackson – Touched: Der Preis der Unsterblichkeit


Inhalt in drei Sätzen:

Die 17-jährige Remy kann Verletzungen und Krankheiten anderer auf magische Weise heilen – doch als sie zum wiederholten Male vom gewalttätigen Freund ihrer Mutter verprügelt wurde und ins Krankenhaus gekommen ist, besteht ihr Vater, zu dem sie bisher keinen Kontakt hatte, darauf, dass sie zu ihm und seiner Familie zieht. In Blackwell Falls gefällt es Remy bald sehr gut, sie lernt bald auch den mysteriösen Asher kennen und die beiden verlieben sich ineinander.  Doch dann muss sie erkennen, dass Ashers und ihre Beziehung mehr als schwierig sein wird – denn Asher ist ein Beschützer, der natürliche Feind der Heilerinnen, denn alle Beschützer wollen die Heilerinnen tot sehen…

Meine Meinung:

Ich bin irgendwie komplett geteilter Meinung über dieses Buch. Ich könnte wirklich sagen, 50 % der Geschichte haben mir ziemlich gut gefallen und die anderen 50 % fand ich echt wääh.
Die Hälfte, die mir total gut gefallen hat, war das mit dem gewalttätigen Stiefvater. Der war wirklich so scheiße, dass man ihm als Leser am liebsten sonst was angetan hätte, nur damit er aufhört 😛 die Szenen, in denen er vorkam – in denen es auch für Remy echt gefährlich wurde – waren richtig spannend und auch glaubwürdig erzählt, denn oft kann ich Szenen in Büchern, wo die Protagonisten Verletzungen erleiden, nicht wirklich ernst nehmen, da sie danach wieder fröhlich durch die Gegend springen und das alles irgendwie gar nicht schlimm war. Hier war die ganze Geschichte ziemlich real dargestellt, ich hatte teilweise echt Schiss vor diesem Typen xD auch Remys Angst vor ihm und so weiter war nachvollziehbar, was mir echt gut gefallen hat.
Tja, jetzt komm ich allerdings auch schon dazu, was mir nicht – ich müsste sagen, ÜBERHAUPT NICHT – gefallen hat und das war so ziemlich der ganze Rest. Das klingt jetzt nach enorm viel, doch dazu muss man sagen, dass es einen Großteil des Buches schon um die Flucht vor dem gefährlichen Stiefvater geht und das fand ich ja wie erwähnt echt gut. Diese Fantasygeschichte allerdings, dass Remy eine Heilerin ist – okay, damit konnte ich noch leben. Das wurde schon von Anfang an erwähnt, weil Remy immer ihre Blessuren und die ihrer Mutter auf diese Weise geheilt hat. Aber dann auch noch Asher und dieses Heilerin-Beschützer-Ding, das hat für mich irgendwie gar nicht dazu gepasst und ich fand es in der Geschichte störend – auch wenn es ja eigentlich darum ging 😀 das ist schwer zu erklären.
Abgesehen von dem Fantasy-Kram hier, mit dem ich mich zur Not noch anfreunden könnte – die Liebesgeschichte. Ist das dein Ernst, gute Frau??? Wie dem ein oder anderen Leser schon bekannt sein sollte, hasse ich Kitsch und Schnulzgeschichten à la Nicholas Sparks, damit kann man mich echt jagen, und genau SO war die Liebesgeschichte zwischen Asher und Remy. Zuerst wird Asher als der totale Bad Boy dargestellt, obwohl es an nichts festgemacht wird; Remys neue Halbschwester behauptet es einfach und alle sind dagegen, dass sie mit Asher zusammenkommt. Dann allerdings, als es doch passiert, ist Asher auf einmal der Lieblingsschwiegersohn von allen! Ich dachte mir nur so: HÄ? Das passt ja jetzt so gar nicht zusammen und ich fand es total unglaubwürdig. Sie sind dann auch die ganze Zeit eines dieser Liebespaare, die sich vom ersten Augenblick an unsterblich und für immer lieben und dann stundenlange Diskussionen darüber anfangen, wer jetzt sein Leben für wen opfern darf und so weiter. Bei sowas sag ich einfach nur: Igitt. Die Liebesgeschichte hat mich echt nur denken lassen: boah, wann ist es vorbei; und ich fand es glaub ich auch an keiner Stelle niedlich oder romantisch. Diese total zusammengeschustert wirkende Heiler-Beschützer-Geschichte, die dann hin und wieder erwähnt wurde, war genau so wenig glaubhaft und spannend wie die Liebesgeschichte.

Ich fands im Endeffekt echt schade. Nicht, dass ich mir jetzt allzu große Hoffnungen gemacht hätte – dieses Buch schreit ja geradezu nach einer immens schnulzigen und unrealistischen Liebesgeschichte. Trotzdem fand ich wie gesagt auch das mit den Beschützern echt unglaubwürdig und immer mal wieder eingeworfen, sprich: es hat mich nicht überzeugt.
Allerdings fand ich das mit dem Stiefvater echt ne ungewöhnliche Idee, da das Buch ja kein Contemporary ist, und wirklich wirklich spannend und gut. Mir kam mehrmals der Gedanke, dass es toll gewesen wäre, wenn es echt ein Contemporary-Buch gewesen wäre, also ohne die Fantasy-Elemente und nur der gewalttätige Stiefvater auf der Suche nach Remy als Problem im Buch. Dann würde ich sogar mit Freuden den zweiten Band lesen, aber so bin ich mir da echt nicht sicher.
Hmpf ja. Das Buch ist wie gesagt nicht schlecht und ich will es eigentlich auch nicht so runtermachen, aber die Fantasyaspekte hier haben mir überhaupt nicht gefallen, und da es ja doch ein Fantasybuch und keine Real-Life-Geschichte ist, kann ich es nicht so gut bewerten, wie ich die Real-Life-Teile fand.

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