[Abgeschlossen] Yelena Black – Dance of Shadows: Tanz der Dämonen


Inhalt in drei Sätzen:

Die 15-jährige Vanessa wird an der renommierten New York Ballettakademie aufgenommen – doch sie kommt nicht nach New York, um zu tanzen. Vor drei Jahren verschwand ihre große Schwester Margaret, die ebenfalls an der NYBA  war, spurlos, nachdem sie die Hauptrolle in einem besonders schweren Stück bekam. Nach und nach findet Vanessa gemeinsam mit ihren neuen Freunden heraus, dass Margaret nicht das einzige Mädchen ist, das verschwunden ist, und die Grenzen zwischen Realität und Wirklichkeit scheinen zu verschwimmen…

Meine Meinung:

Zuerst mal zu den positiven Dingen, damit ich die auch erwähnt hab: Das Cover ist einfach wuuuunderschön 😀 selten so ein geiles Cover gesehen, das hat mich wirklich beeindruckt. Zum Inhalt… komm ich gleich noch ausführlich, aber ich will mal gesagt haben, dass der Schreibstil an sich gut zu lesen war und ich das Buch recht flott durchhatte. Das wars aber dann auch schon.
Also, Dance of Shadows gehört sicherlich nicht zu den schlechtesten Büchern, die ich je gelesen hab, allerdings bei weitem auch nicht zu den besten oder guten.

Ich hab nach diesem Buch gegriffen, natürlich einmal wegen des Covers, aber auch, weil ich Tanzfilme total gerne mag und gespannt drauf war, wie die Idee in einem Buch umgesetzt wird. Und der Anfang war auch recht interessant und in diese Richtung vielversprechend. Vanessa kommt an die Akademie. Jedoch nicht, um zu tanzen, sondern um ihre Schwester zu finden, von der sie als einzige überzeugt ist, dass sie nicht tot oder abgehauen is, sondern noch irgendwo lebt. Das wird dem Leser auch wieder und wieder und wieder und wieder erzählt, sodass ich irgendwann echt Lust hatte, die Protagonistn anzuschreien: „JAHAAAA, wir haben langsam verstanden, dass du eigentlich nur deine Schwester finden willst!!“ gnarf. Vor allem hat mich an der Handlung gestört, dass alles so perfekt ist. Arrgh, ich hasse Geschichten, bei denen die Hauptperson die allerbeste von allen ist, alles kann, total perfekt ist, aber trotzdem noch nett und irgendwelche künstlich hinzugeschmuggelten Fehler, die überhaupt nicht glaubwürdig sind. Genau so ging es mir mit Vanessa. Ich konnte sie nicht wirklich leiden, sie ist nicht der Sympathieträger schlechthin gewesen. Auch der Umstand, dass sie sich beinahe noch im ersten Kapitel in den großartig aussehenden top männlichen Ballettschüler verguckt, der Jahre älter ist als sie und dann seine Freundin für sie sofort fallen lässt (sorry für den Spoiler, aber das musste sein xD), fand ich einfach nur zum Augen verdrehen und ging mir auf den Senkel xD

Zu meinem großen Interesse wurde das Buch schlechter und langweiliger, je weiter die Geschichte voranschritt. Denn – und das kann ich hier wirklich nicht näher ausführen, ohne zu spoilern – später kommt tatsächlich Fantasy ins Spiel. FANTASY! Also, wie ihr wisst, mag ich Fantasy – aber es hat zu 0,0 % in diese Geschichte gepasst!! Das Ende war einfach langweilig und ist nicht – wie es auf der Verlagshomepage beschrieben wird – ein „atemberaubender Mystery-Thriller aus der Welt des Balletts“, nein, denn sorry, aber ich war höchstens gethrilled, mit dem Lesen aufzuhören xD
Es kam mir ungelogen so vor, als hätte sich die Autorin nicht entscheiden können: schreib ich jetz ein Jugendbuch über Leute auf einer Tanzschule oder ein Fantasybuch? Und heraus kam ein ziemlich unansehnlicher und überhaupt nicht glaubwürdiger, geschweige denn spannender Handlungsverlauf. Am Ende hab ich die Seiten nur noch pro forma überflogen, weil es echt langweilig war. Und dann kam noch eine mystische Geheimgesellschaft ins Spiel, die total unnötig war, weil sie eh nicht näher ausgeführt wurde. Zu diesem Buch passt der Spruch „never judge a book by its cover“ wie die Faust aufs Auge – allerdings in der anderen Richtung, als wie man den Spruch sonst verwendet 😀 Cover großartig, Buch eher so nä xD
Ich glaube, die Autorin wollte so ne Art typische Internatsgeschichte schreiben, bei der dann plötzlich Fantasy mit reinspielt. Aber es ist meiner Meinung nach in die Hose gegangen. Wollte sie in die Fantasyrichtung, hätte es für meinen Geschmack nicht so deutlich mit dem Tanzen zusammenhängen sollen, wie sie es beschrieben hat, sondern man hätte den Fokus von Anfang an auf diese mystischen Dinge lenken können. Zumindest glaubwürdig darauf lenken können. So klang alles eher so, als hätte Frau Black sich mitten im Schreiben plötzlich umentschieden, um was es in ihrer Geschichte gehen soll xD

Dieses Buch ist keine Empfehlung, aber wie gesagt – es ist auch bei weitem nicht das schlechteste, was ich je gelesen hab *hust Morgenrot* und ich bereue es auch nicht. Allerdings hätte ich mir BEI WEITEM mehr davon versprochen und bin doch ein bisschen enttäuscht. Die recht milde Bewertung liegt am Cover – hab ich schon erwähnt, dass ich es einfach umwerfend finde?? 😉

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