[Abgeschlossen] Kendare Blake – Anna im blutroten Kleid


Inhalt in drei Sätzen: 

Seit der Vater des mittlerweile 17-jährigen Cas vor zehn Jahren bei seiner Arbeit als Geisterjäger von einem bösen Geist getötet wurde, führt sein Sohn diese Arbeit fort: mit seiner Mutter zieht er durch den gesamten amerikanischen Kontinent, um böse Seelen ins Jenseits zu befördern, die seit ihrem Ableben immer wieder Menschen auf grausame Weise getötet haben. Es verschlägt die beiden nach Thunder Bay, einer Kleinstadt in Canada, wo die mysteriöse Anna ihr Unwesen treibt, seit sie in den Fünfzigerjahren auf dem Weg zu einem Schulball getötet wurde. Doch als Cas beginnt, sich Annas Fall gemeinsam mit seinen neuen Freunden anzunehmen, scheint plötzlich alles anders zu sein und Cas muss sich wohl oder übel fragen, wie böse Geister wirklich sein können – und was man für sie empfinden kann…

Meine Meinung:

ALLE WELT schwärmt von diesem Buch, absolut jeder xD deswegen war ich total neugierig drauf, es zu lesen – und wurde ziemlich enttäuscht. Vorneweg muss ich sagen, dass ich das Buch nicht schlecht fand, Gott bewahre. Aber ich hatte definitiv mehr erwartet.
Zunächst mal zu den positiven Sachen: Die Idee der Geschichte find ich einfach hammer. Geistergeschichten in dem Sinne gibt es ja in Jugendromanen verhältnismäßig selten und allein das fand ich schon gut, aber das mit den Geisterjägern und der Idee, die dahinter steckt und wie die Geschichte handlungsmäßig ausgeführt wurde, fand ich echt richtig cool 😀

Das führt mich allerdings auch schon zu den Dingen, die mir nicht gefallen haben: irgendwie hatte ich das Gefühl, dass seitenweise überhaupt gar nichts passiert. Ich fand fünf Sechstel der Geschichte einfach nur langatmig und hatte wirklich Mühe, drüber zu lesen. Nicht, weil der Schreibstil nicht gut zu lesen wäre, stellenweise ging das echt gut, aber ich hatte wirklich Mühe, dieses kleine, verhältnismäßig nicht sehr dicke Taschenbuch durchzukriegen. So gut ich die Grundidee auch finde und so spannend die Umsetzung auch hätte sein können – wie gesagt, ich kann hier nur von mir sprechen, denn hunderte andere Leser fanden es total toll xD – ich wurde durch die Geschichte nicht erreicht. Cas war mir bis zum Ende höchstens mäßig sympathisch. Anna fand ich nach einer Weile ziemlich cool, auch wenn mich der Wendepunkt der Geschichte ziemlich überrascht hat und ich eine Weile gebraucht hab, bis ich geblickt hab, was wirklich vor sich geht :’D
Die Freunde, die Cas in Thunder Bay kennenlernt, fand ich allesamt total überflüssig und eher unsympathisch. Prinzipiell hätte ich sie überhaupt gar nicht gebraucht. Auch blieb irgendwie gar keine Zeit, die Umgebung oder Cas‘ Leben zu beschreiben; alles drehte sich nur um die Geister und um seine Vergangenheit, aber ausschließlich um den Tod seines Vaters und wie schlimm er das immer noch findet. Es gab einfach so viele Dinge, die mir unnötig und langatmig erschienen, Szenen, in denen nix passierte und so weiter.
Puh. Ich bin wirklich negativ überrascht, denn ich hab mir extrem viel von diesem Buch versprochen. Allerdings – hab ich schon erwähnt, dass ich das Cover einfach großartig finde?? Es sieht so super aus 🙂 das und die Grundidee sind wirklich toll und auch recht einzigartig, zumindest was aktuelle Novitäten angeht (keine Vampire/andereÜbernatürlichediewahnsinniggutaussehen *highfive*), aber leider konnte ich mit dem Rest der Geschichte nicht wirklich viel anfangen, weil der Schreib- und Erzählstil mir einfach nicht richtig gefallen wollte xD
Weil das Buch trotzdem jetzt nicht schlecht war, kriegt es aber trotzdem noch eine recht milde Bewertung 😉

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