[Abgeschlossen] Susan Ee – Angelfall: Fürchtet euch nicht


Nicht wundern, dass ich hier zuerst eine Rezi poste: zur Frankfurter Buchmesse kommt ganz bestimmt auch bald ein laaanger Post. Allerdings möchte ich das gerne mit Bildern machen und die sind noch auf der Kamera meiner Freundin, also noch ein bisschen Geduld 😉

Inhalt in drei Sätzen:

Seit sechs Wochen ist im Leben der 17-jährigen Penryn nichts mehr, wie es einmal war: Engel sind vom Himmel herabgekommen und haben mit heimtückischer Gewalt die Erde an sich gerissen, um die Menschen auszulöschen und systematisch alle Städte zu zerstören. Penryn will zusammen mit ihrer schizophrenen Mutter und ihrer kleinen, an den Rollstuhl gefesselten Schwester Paige fliehen, doch dann laufen sie den bösartigen Engeln über den Weg – die Paige entführen! Penryn findet den Engel Raffe, dem seine Flügel abgeschnitten wurden und schließt mit ihm einen Pakt: er wird seine Flügel, die sie versteckt hat, wieder bekommen – wenn er ihr hilft, ihre Schwester zurückzubekommen…

Meine Meinung: 

Ich hab diesem Buch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen geblickt, denn alle Engelgeschichten, die ich bisher gelesen hab, fand ich einfach nur bäh. Viel zu viel kitschiger Schnulz und überhaupt nicht realistisch oder auch nur irgendwie nach meinem Geschmack. Aber ich dachte, Angelfall ist ja eine Dystopie mit viel Kaputt und Wums und Zerstörung und die Engel sind in diesem Buch böse Kreaturen, also kann ich es ja mal probieren 😉
Ich muss sagen, es hat mir erstaunlich gut gefallen. Der Schreibstil lässt sich recht flüssig lesen, auch wenn ich einige Details zu bemängeln habe. Zum Beispiel erfährt man hauptsächlich etwas darüber, was gerade handlungsmäßig passiert oder wie die Umgebung aussieht, was mir auch sehr gut gefallen hat. Auch dass Penryn und Raffe sich zwar verknallen (kommt schon, das war offensichtlich xD), aber dass das nicht im Vordergrund steht, nicht mal wirklich ausgesprochen wird, sondern die Zerstörung der Welt einfach in dem Moment wichtiger als ihre Gefühle sind, fand ich total super, denn in 90 % aller anderen Dystopien geht es ja sobald sie sich gefunden haben nur noch um die Liebe. Seufz. Nein, das fand ich echt super, dass das nicht so sehr im Vordergrund stand, sonst hätte es mich bestimmt wieder genervt xD
Allerdings wurde zu wenig über z. B. Penryns früheres Leben erzählt. Über ihre Mutter, die psychisch krank ist, hätte man viel viel mehr berichten können und auch über den Vater, der die Familie irgendwie verlassen hat, weiß man so gut wie gar nichts. Es ist allerdings ein zweiter Teil geplant, also werden meine Fragen hier vielleicht beantwortet 😉

Was mich an der Geschichte noch gestört hat: der Anfang war total toll und hat mich echt gefesselt. Das ging mindestens hundert, hundertfünfzig Seiten lang so – und ab da fing die Handlung an, furchtbar zäh, fast wie Kaugummi zu werden. Ich kam irgendwie nicht mehr voran, fand es nicht mehr spannend und hatte ziemlich die Lust verloren, das Buch rasch durchzulesen. Das Ende kam irgendwie plötzlich und überraschend und war lange nicht so episch, wie ich erwartet hätte, aber ich fand es eigentlich gar nicht schlecht. War mal was erfrsichend anderes, dass ich vom Ende überrascht wurde und nicht klar war „ok, jetzt kommt die finale Schlacht und ganz viel Gekloppe und alles ist schrecklich und dann ist das Buch zu Ende“, nein, das Ende war recht unvorhersehbar und hat mir dann wieder ganz gut gefallen ^^ Oh ja, noch ein Kritikpunkt war manchmal die Sprache. Ich fand, wenn man den Schreibstil als Gesamtes betrachtet, dann ist das Buch eigentlich nicht sehr lustig oder ironisch geschrieben. Zwar recht locker von der Sprache und schon eher jugendlich, doch manchmal macht Penryn sarkastische Bemerkungen oder Witze, die für mich nicht passend waren und total gezwungen wirkten. Da dachte ich mir dann: hätte man das nicht lieber weggelassen, anstatt ums Verrecken Witze einzubauen, die irgendwie nicht zur Geschichte gepasst haben?

Insgesamt war ich mit Angelfall ganz zufrieden. Es gehört sicherlich nicht zu den besten Büchern, die ich je gelesen hab, aber es war auf jeden Fall um Klassen besser als die anderen Bücher, die sich um Engel drehen. Ich hab zwar einige Kritikpunkte anzumerken und Stellen, die mir nicht so gefallen haben, aber allgemein war es schon in Ordnung und wenn ihr Dystopien und Engel mögt, dann solltet ihr es auf jeden Fall lesen 😉

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