[Abgeschlossen ] Veronica Rossi – Getrieben – durch ewige Nacht


Inhalt in drei Sätzen (Achtung! Kann Spoiler für Teil 1 der Reihe enthalten!):

Endlich können Aria und Perry sich wieder sehen! Doch das Glück währt nicht lange: Perrys Stamm, die Tiden, wollen Aria als ehemalige Siedlerin nicht akzeptieren, und auch die Ätherstürme werden immer schlimmer und drohen, das Gebiet der Tiden komplett auszulöschen. Und so begibt sich Aria zusammen mit Roar auf eine lange und gefährliche Reise, um den Anführer der Hörner aufzusuchen, der weiß, wo sich die Blaue Stille verbirgt – ein Gebiet, das seltsamerweise von den Ätherstürmen verschont wird; aber dann kommt ihnen zu Ohren, dass die gesamten Biosphären der Siedler dem Untergang geweiht sind…

Meine Meinung:

Ich war vom ersten Teil der Reihe um Aria und Perry sooo begeistert, es war auch eine meiner ersten Dystopien und mit diesem Buch habe ich meine Liebe zu diesem Genre entdeckt 😀 deswegen war ich ganz heiß auf die Fortsetzung – die mich allerdings nicht so sehr für sich gewinnen konnte wie Teil eins.
Okay, vielleicht ist das ja das übliche Geschwächel eines zweiten Teils einer Trilogie, aber trotzdem.
Der Schreibstil ist nach wie vor total schön und lässt sich auch echt gut lesen, was ein großes Plus ist und bleibt. Allerdings erschien mir die Geschichte irgendwie so lückenhaft und gleichzeitig wurden viele unwichtige Szenen total in die Länge gezogen. Aus irgendwelchen mir unverständlichen Gründen kam ich selber nicht so recht in die Geschichte rein, was ich auch sehr schade fand, da ich mir echt viel davon versprochen hatte.
Auch die riesig aufgebauschte Theatralik in allen Liebesszenen und leider nicht nur da hat mich gestört. Wie gesagt – wenn Kitsch angebracht und schön ist, dann mag ich es manchmal auch! Aber es war mir hier viel zu sehr „Oh Perry, ich liebe dich so sehr aber bla bla bla“. Es konnte mich einfach nicht erreichen. Die Protagonisten Aria und Perry sind mir so la la sympathisch gewesen, oft handelt insbesondere Aria in einer Weise, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Was mir außerdem nicht so gut gefallen hat (das ist aber meine höchstpersönliche Meinung und garantierte Geschmacksache) – dass diese Dystopie eher wie ein Fantasyroman aufgebaut ist. Das klingt blöd, lasst es mich erklären 😀 die Tiden leben in ärmlichen Hütten, sind Jäger und Sammler. Fast die ganze Zeit (!!) ging es im Buch um die Stämme in der Außenwelt, die für mich überhaupt nix Dystopisches mehr hatten, denn es ist wie in jedem Roman, dass es den armen Jungen vom Lande gibt, der sein ganzes Leben lang hart arbeiten muss. Bei Dystopien wünsche ich mir allerdings mehr Kampf gegen das Regime, mehr Erwähnungen von der Technik oder Lebensweise der Welt, die aufgebaut wurde. Oft ist die Welt ja auch fast „normal“ geblieben in anderen Dystopien, außer dass eben das System geändert wurde und das gefällt MIR PERSÖNLICH irgendwie besser als dieses kleine Fantasy-Landdörfchen, wie ich es jetzt mal nenne xD
Trotzdem war es im Großen und Ganzen ein annehmbares Buch und nicht soo schlecht, wie man vielleicht jetzt denken könnte 😉 Gerade das Cover! Das Cover ist total schön, mit diesem großen flammenden Buchstaben 🙂
Ich bin trotz der kleinen Enttäuschung des zweiten Bandes heiß auf den dritten und letzten und werde ihn natürlich lesen, schon allein, weil ich wissen will, wie der Kitsch am Ende ausgeht 😛

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