[Abgeschlossen] Joss Stirling – Finding Sky


Inhalt in drei Sätzen: 

Sky Bright zieht mit ihren Adoptiveltern von London in die Rocky Mountains, wo alles anders ist, aber besonders fasziniert sie der unnahbare Zed Benedict, vor dem sie alle warnen. Doch dann behauptet Zed Unglaubliches: Sky soll – genau wie er und seine ganze Familie – ein Savant sein, ein Mensch mit übernatürlichen Fähigkeiten, und noch dazu sein Seelenspiegel, sein inneres Gegenstück und damit die Liebe seines Lebens. Hat das alles mit Skys mysteriöser Vergangenheit zu tun, als sie mit sechs Jahren an einer Raststätte ausgesetzt wurde und die sie seit damals mit aller Kraft niederzukämpfen versucht?

Meine Meinung:

Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht. Ich hab SO viel Gutes über diese Reihe gehört, dass ich einfach mit dem ersten Band beginnen musste, aber die Geschichte hat mich bestenfalls amüsiert, teilweise aber auch echt genervt und gelangweilt.
Fangen wir mal mit den positiven Dingen an: Das Cover sieht ziemlich geil aus 😀 und der Schreibstil lässt sich locker-leicht lesen, ein totales Teeniebuch, das sich meiner Meinung nach auch gut für zwischendurch eignet.
Allerdings – und jetzt hagelt es auch schon meine Kritik – war es oftmals genau das, was mir so tierisch auf die Nerven ging. Das Buch ist teilweise so kitschig und schnulzig, was ich prinzipiell eh nicht besonders leiden kann, es sei denn es passt total gut, und hat mich irgendwie an einen Abklatsch von Bella und Edward erinnert: er ist der geheimnisvolle, unnahbare Junge, der zuerst total arschig zu ihr und allen Leuten ist, aber doch nur eine arme, geschundene Seele hat und plötzlich ist Sky seine große Liebe und alles ist perfekt. Buargh. Und Sky ist das hilflose, kleine, neue Mädchen, noch dazu mit schwieriger Vergangenheit – irgendwie war mir das alles ein bisschen too much. Es kam bei mir nicht romantisch rüber, sondern einfach nur wuäh. 😛 Eigentlich hatte ich mir auch diese Savant-Geschichte voll spannend vorgestellt, aber sie hat sich im Endeffekt in Gedankenübertragung und Ähnliches aufgelöst. Nichts, was neu in der Literatur gewesen wäre, allenfalls die Bezeichnung ist neu – die aber wiederum nicht ganz korrekt ist, was mich auch gestört hat, weil ich Wert darauf lege (aus welchen Gründen auch immer, ich bin kein Arzt xD) richtig mit medizinischen Begriffen umzugehen. Ein Savant im herkömmlichen Sinn ist nämlich, ähnlich wie ein Autist, ein Mensch mit einer besonders ausgeprägten Begabung in einem Bereich, dafür aber sehr hilfsbedürftig im normalen Umgang. Diese Menschen werden meistens Savants durch einen Unfall oder Ähnliches, bei dem das Gehirn in irgendeiner Weise geschädigt wird.
In Finding Sky allerdings waren die Savants nichts anderes als eine Art Zauberer mit überirdischen Fähigkeiten.

Fazit: Die Geschichte konnte mich nicht überzeugen. Die Romantik kam bei mir überhaupt nicht an, ich fand es kein bisschen glaubhaft oder süß, sondern es war nur wieder dieses „Oh, du bist das wichtigste in meinem Leben und ich würde sofort sterben für dich“, was mir total auf den Wecker ging xD Auch hatte ich den Eindruck, dass Sky in ihren Ansichten total wankelmütig ist. Manchmal ist sie total gegen etwas und im nächsten Moment schon wieder voll dafür. Ich konnte mich einfach nicht mit ihr identifizieren und auch sehr oft nicht nachvollziehen, warum sie so reagiert. Schade! Ich hätte mir von diesem Buch, von dem viele schwärmen, mehr erhofft! (ich werd vielleicht auch nur zu alt für sowas… 😉 )

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s