[Abgeschlossen] Rachel Cohn – Beta


Inhalt in drei Sätzen:

Elysia ist ein Klon – eine Teen-Beta, eine der ersten geklonten Teenager, die keine Gefühle haben und nur für den ihnen zugewiesenen Zweck als Arbeitskräfte eingesetzt werden. Sie wird von Familie Bratton gekauft, nachdem deren älteste Tochter zum Studium ausgezogen ist, um sie zu ersetzen: Brattons wohnen auf Demesne, einer nahezu paradiesischen Insel, auf der nur Superreiche leben. Doch bald entdeckt Elysia erschrocken, dass sie anders zu sein scheint als die anderen Klone: sie kann schmecken, sie kann fühlen – doch das bringt sie in Gefahr, denn sollte jemand etwas davon mitbekommen, dass sie Schokolade mag – oder etwa davon, dass sie sich in Tahir, den Kumpel ihres „Bruders“ verliebt hat -, dann wäre sie ein defekter Klon, und defekte Klone werden vernichtet…

Meine Meinung:

Beta ist eine Dystopie, aber nicht im herkömmlichen Sinn, wie ich finde. Zwar gibt es auch andere Endzeitgeschichten, die vom Klonen erzählen, aber da steht meistens die Rebellion doch stärker im Vordergrund. Ich fand Beta richtig gut, gerade weil es eben mal ein bisschen was anderes war.
Die Geschichte, aus der Perspektive von Elysia erzählt, lässt sich total gut lesen und ich fand sie auch echt spannend. Im ersten Teil passiert zwar nicht sehr viel „Action“, weil Elysia sich bei den Brattons einleben muss und in ihre Aufgaben als „Zweittochter“ eingewiesen wird, aber bald erkennen muss, dass sie doch Gefühle hat – eigentlich ein absolutes No-Go!
Sie war ein interessanter Protagonist, den ich ziemlich gut verstehen konnte, denn auch wenn sie nicht sollte, hat Elysia echt menschlich reagiert 😀 Auch die wohl unvermeidliche Liebesgeschichte war echt in Ordnung und ging mir nicht auf die Nerven – ein großes Plus 😉
Ich fand es auch fast überraschend, dass sich plötzlich das Blatt gedreht hat, denn zuerst war ich mir echt nicht sicher, ob ich hier eine richtige Dystopie vor mir hab oder nur einen Roman, in dem es ums Klonen geht. Der plötzliche Umschwung in Elysias Gedanken war mir dann doch ein bisschen zu schnell, es wirkte nicht so sehr glaubwürdig, dass sie nach einem einzigen Vorfall – den ich garantiert nicht spoilern werde – ihre Meinung über ihre Rolle in der Gesellschaft sofort komplett ändert, und auch der Plan, am Ende wegzulaufen, kam ein bisschen unglaubwürdig.

Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte super gefallen, auch der Einstieg Elysias in das Leben auf Demesne war überhaupt nicht langweilig, sondern total cool 🙂 eine klare Leseempfehlung für die, die Dystopien mögen, aber von dem ganzen Krach-Bumm-Krieg mal ein bisschen Abstand gewinnen wollen 😉

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