[Friday FilmNight]: Shopaholic – die Schnäppchenjägerin


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Titel: Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin

Romanvorlage: Die Schnäppchenjägerin von Sophie Kinsella

Erscheinungsjahr: 2009

Genre: Humor, Unterhaltung, Frauenfilm 😉

FSK: 6

Regie: P.J. Hogan

starring: Isla Fisher, Hugh Dancy, Kristen Ritter, Robert Stanton… 

 

Inhalt in drei Sätzen:
Im chaotischen Leben von Rebecca Bloomwood, genannt Beckie, gerät öfter mal so einiges durcheinander: weil sie als Kind nicht viel Geld zur Verfügung hatte, ist sie als Erwachsene geradezu kaufsüchtig geworden und kann an keiner Boutique mehr vorbeigehen. Das führt schlagartig zu einem großen Problem, als Beckie ihren Job als Journalistin bei einem Gartenmagazin verliert – wie soll sie jetzt ihre Schulden bezahlen? Die Lösung: sie bewirbt sich für eine Stelle als Wirtschaftsjournalistin – ohne Vorkenntnisse zu haben – und bekommt den Job aufgrund geschickter Zurechtbiegungen der Wahrheit und als Sahnehäubchen gibt es den äußerst attraktiven Chef Luke Brandon, nur geht der leider mit Oberzicke Alicia, die darüber hinaus noch genau DEN Job als Journalistin bei einem großen Modemagazin innehat, der eigentlich Beckies größter Traum wäre…

Story:
Man kann es nicht anders sagen – die Geschichte ist einfach lustig. Jeder muss für sich selbst wissen, wie sehr oder ob er diese Art von Filmen mag, aber wer gern Frauenkomödien guckt, ist mit Shopaholic super bedient. Die Geschichte ist für diese Art von Filmen (das soll nicht abfällig klingen, aber meistens ist die Story dann doch recht… ähnlich, das müsst ihr schon zugeben :D) echt originell und fügt sich toll zusammen. Es ist lustig und – hab ich schon erwähnt, dass der Film lustig ist?! Hochintellektuellen mag es vielleicht ein wenig proletenhaft vorkommen, aber wer einfach mal nur gut unterhalten sein möchte, der ist damit bestens bedient!

Personen:
Ich muss leider sagen, dass Becki einem manchmal schon ordentlich auf den Zeiger geht xD selten hab ich eine so chaotische Protagonistin gesehen, die aber durch Isla Fisher meiner Meinung nach perfekt verkörpert wird. Sie kann diese ein bisschen naive, aber wenn es darauf ankommt äußerst kreative und intelligente Frau prima spielen und hat mich – ich glaub ich erwähnte es bereits – einige Male zum Lachen gebracht 😉

Setting: Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da die Schauplätze in der Handlung des Films eher eine geringere Rolle spielen. Hauptsächlich spielt sich das Geschehen in diversen Büros oder bei Becki zuhause ab, die in einer WG mit ihrer besten Freundin Suze wohnt. Die Settings sind schön gestaltet, passend für den Film, aber das wars auch. Nichts, was einem länger im Gedächtnis blieb.

Film vs. Buch: Ich hab das Buch tatsächlich gelesen *Trommelwirbel*, natürlich, da Sophie Kinsella eine meiner Lieblings-Unterhaltungs-Frauenautorinnen ist. Allerdings kannte ich den Film schon vor dem Buch und war einigermaßen überrascht. Sowohl Buch als auch Film haben mir gefallen und eine gewisse… Ähnlichkeit in der Grundstruktur ist auch erkennbar 😀 das wars dann aber auch schon. Im Buch git es SO viele Dinge, nicht nur Details, sondern teils auch echt wichtige Fakten, die im Film gar nicht erzählt werden! Teilweise ist die Handlung komplett anders, sodass mir oft gar nicht mehr klar war, dass Film und Buch übereinstimmen. Ist Ansichtssache, was man von dieser Veränderung hält, aber da mich Buch und Film gleichermaßen gut unterhalten haben, isses mir einfach mal egal 😀

 

Fazit: Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin ist ein humorvoller Film, der sich hervorragend für z. B. Mädelsabende eignet 😉 Hauptperson Beckie ist supersympathisch, auch wenn man sie manchmal wegen ihrer absolut chaotischen Art gerne mal schütteln würde xD Kein Film mit geistigem Anspruch, aber gut durchdachte und unterhaltsame Story! Wer Wert darauf legt, dass Buch und Film zu hundert Prozent übereinstimmen, sollte die Finger davon lassen, für alle anderen kann ich beides echt empfehlen 😉

Bewertung: a_smiley_gruen

Toller Film für alle, die auf lustige (und gute) Frauenromane in verfilmter Form stehen und gerne lachen! Auch wenn das Niveau nicht sehr anspruchsvoll ist – trashig ist anders 🙂

Abgeschlossen: Caragh O’Brien – Die Stadt der verschwundenen Kinder


Inhalt in drei Sätzen:

Um das Jahr 2400: Die junge Gaia ist, wie ihre Mutter, Hebamme und dient damit der Enklave, der Regierung einer Art Gemeinde, die die Enklave nach diversen Kriegen und Hungersnöten erschaffen hat. Als Hebamme ist es die Pflicht, jeden Monat eine gewisse Quote, meist zwei bis drei, an Kindern „vorzubringen“ und zwar die Erstgeborenen des Monats. Als ihre Eltern unerwartet und unerklärlicherweise verhaftet werden, bricht für Gaia eine Welt zusammen und sie beginnt, das System der Enklave zu hinterfragen: was passiert mit den vorgebrachten Kindern, die geschützt, wohlhabend und sicher hinter den Mauern der Enklave aufwachsen, während die restliche Bevölkerung, die außerhalb der Mauern lebt, immer tiefer in Armut sinkt?

Meine Meinung:

Ich bin ja bekanntlich ein großer Dystopie-Fan und deshalb wollte ich auch den ersten Teil der Reihe von Caragh O’Brien gerne lesen, besonders, weil ich schon viel Gutes darüber gehört hab.
Allerdings hat mir diese Dystopie nicht so gut gefallen wie andere. Das lag zum Teil am Setting der Geschichte. Oft war ich mir nämlich gar nicht mehr bewusst, dass die Geschehnisse in der Zukunft abspielen, so sehr erinnert alles ans Mittelalter und die Mischung hat mir nicht so gut gefallen. Wenn schon historische Romane, dann richtig und ohne teils moderne Aspekte. Das ist natürlich Geschmacksache, aber leider konnte die Geschichte damit bei mir nur teilweise punkten 😉
die Idee mit den Kindern an sich finde ich super, aber ich finde der Titel passt nicht ganz auf die Geschichte: die Kinder verschwinden ja nicht wirklich, sie leben nur in Zukunft sicher jenseits der Mauern der Enklave.
Der plötzliche Sinneswandel von Gaia von „Ich bringe Kinder vor, weil ich muss und das gut so ist“ zu „Oh mein Gott, was tu ich denn da, dass muss sofort aufhören!?“ fand ich zu abrupt. Klar, ihre Eltern werden verhaftet, aber ihr plötzliches Ehrgefühl den Kindern gegenüber war mir zu rasch. Außerdem hatte Gaia einen Charakterzug, den man leider oft bei Protagonisten sieht, den ich aber überhaupt nicht leiden kann 😀 nämlich diese Selbstlosigkeit. Himmel, nach einer Weile fängt sowas echt an zu nerven, wenn die Hauptpersonen immer alle anderen über sich selbst stellen. Ich kann das dann nicht mehr bewundern und finde es nur noch lästig. Gaia hat das manchmal, aber nicht immer getan, aber die paar Male waren auch echt genug.
Die obligatorische Liebesgeschichte war an sich schön erzählt, auch wenn ich sie unlogisch fand. Ich will jetzt nicht viel spoilern, aber bis zum Ende erkennt man überhaupt nicht sicher, ob es jetzt Liebe ist oder nicht – was mich einerseits verwirrt hat, andererseits aber auch mal eine Erholung war zu den Liebespaaren, die sich einmal sehen und dann sofort himmelhoch jauchzend verknallt sind xD
Zu diesem Buch muss ich also sagen, dass ich es ganz ok fand, es für meinen Geschmack aber bessere Dystopien gibt. Ich werde den zweiten Teil erst mal nicht lesen, das Ende von Teil eins kam total abrupt und überraschend und hatte zwar einen Cliffhanger, aber weil ich mich mit den Personen nicht so recht identifizieren konnte, reizt es mich nicht sehr, weiterzulesen.

Abgeschlossen: Rebecca Lim – Mercy (01) – Gefangen


Inhalt in drei Sätzen:

Mercy ist ein einzigartiges Wesen: sie, die selbst keinen bestimmten Körper hat, schlüpft für eine gewisse Zeit in die Körper von Anderen und lebt deren Leben, meist um ihnen irgendwie zu helfen. So landet sie im Leben der 17-jährigen Carmen, Sopranstimme im Schulchor, die mit besagtem Chor auf Reisen ist, um mit anderen Schulen ein Konzert einzuüben. Doch Carmens Gastfamilie hütet ein schreckliches Geheimnis: Tochter Lauren verschwand vor zwei Jahren und wird für tot gehalten – auch sie war Sängerin, und bald offenbaren sich merkwürdige Zusammenhänge…

Meine Meinung:

Dieses Buch wollte ich schon seit einer Weile lesen, weil die Idee ganz spannend klang, dass ein Wesen, körperlos, quasi nur als Seele in die Körper anderer Mfenschen schlüpft und sie steuert. Das Buch war auch in der Tat ganz spannend und hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Der Schreibstil liest sich relativ flüssig, teilweise kommt richtige Spannung auf. Man ahnt auch bis zum Ende nicht wirklich, auf was es hinauslaufen wird, für mich immer ein Pluspunkt ;).
Was mich allerdings ziemlich gestört und auch verwundert hat: Mercy, wenn sie gerade nicht von sich als Carmen, sondern von sich als sich spricht (verwirrend, ich weiß xD), dann hat sie manchmal Träume oder Visionen – oder es passiert auch in der Realität – von einem seltsamen Typ, den sie Luc nennt, und später kommt noch ein Uri dazu. Man kann irgendwie erahnen, dass sie Engel oder etwas ähnliches sind, genau wie Mercy – aber es wird einfach VIEL ZU WENIG erzählt. Diese Szenen mit Luc und dem anderen Typen, in denen Mercy sich meiner Vermutung nach auch an frühere Leben erinnert, wurden so gar nicht erklärt, dass ich sie mir sogar weggewünscht hätte. Dafür gibts ein bisschen Abzug von der sonst guten Bewertung. Gefangen ist der erste Teil der Mercy-Reihe, deshalb hoffe ich, dass dieser Hintergrund noch aufgeklärt wird, der zweite Teil ist schon auf dem Ebook-Reader 😉

Abgeschlossen: Jessica Martinez – Virtuosity – Liebe um jeden Preis


Inhalt in drei Sätzen:

Die 16-jährige Carmen ist eine Weltklassegeigerin – sie hat bereits einen Grammy gewonnen und ist jetzt in der Endausscheidung des Guerneri,  eines internationalen Geigenwettbewerbs. Doch schon lange hat sie keine Freude mehr an der Musik, im Gegenteil: vor jedem Auftritt schluckt sie starke Psychopharmaka, um überhaupt noch auftreten zu können. Und schließlich gibt es beim Wettbewerb starke Konkurrenz: Jeremy, im selben Alter wie Carmen – doch nach und nach scheinen die beiden sich über die Musik näher zu kommen…

Meine Meinung:

Wenn ich ehrlich bin, dann hab ich dieses Buch „nur“ ausgeliehen, weil ich einen ganzen Haufen für den Urlaub brauchte, wie es auch bei den nächsten drei Rezensionen der Fall ist. Allerdings hat mir „Virtuosity“ erstaunlich gut gefallen! Ich fand die Idee, dass ein Mädchen Stargeigerin ist und alles hat, was sie will, ziemlich interessant. Zwar ist die Story mit den Stars, die eigentlich keine sein wollen, nicht unbedingt neu, aber bei diesem Buch war es doch irgendwie anders. Zum einen weil Carmen tatsächlich Tabletten nehmen musste, um überhaupt noch klar zu kommen, zum anderen weil sie doch ein interessanter Charakter war, der manchmal anders handelt, als man es erwartet.
Oookay, die Liebesgeschichte war vorherzusehen – sie hat mich auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Es war zwar in Ordnung, aber doch noch ziemlich kitschig. Deswegen gibts von mir auch keine maximale Bewertung, aber weil mir die Story entgegen meiner Erwartungen doch ganz gut gefallen hat und mit einigen Überraschungen aufwarten konnte, kommt eine gute Bewertung dabei raus 🙂